Samstag, 18. Februar 2017

Kein Ende in Sicht

Ihr Lieben da draußen

Mehrere Jahre war jetzt hier Ruhe auf meinem Blog.
Nach der Verhandlung brauchte ich erst einmal Abstand zu allem.
Bis vor Kurzem ist mir das auch einigermaßen gelungen.

Doch jetzt prasselt es von allen Seiten erneut auf mich ein.
Angefangen hat es damit, daß meine Mutter Kontakt zu meiner jetzt 16-jährigen Tochter aufgenommen hat. Bzw. meine Tochter hat die Konversation via Facebook eröffnet.
Das erste was sie meiner Tochter unter die Nase rieb, war, daß ich ihr ja den Kontakt zu meinem Kind verboten hätte! Das dies Schwachsinn ist, habe ich bereits hier im Blog erwähnt  - aber es tut auch nichts zur Sache.
Meine Angst, daß sie mein Kind emotional verletzt steht an erster Stelle.
Zumal ich auch nicht verstehe, was sie sich von diesem Kontakt erhofft.
Zum Glück ist mein Kind intelligent genug um sich ihr eigenes Bild zu machen und sich (hoffentlich) nicht manipulieren zu lassen.
Sollte alles ohne Hintergedanken ablaufen ist es ja auch ok für mich und ich freue mich für mein Kind wenn meine Mutter nach 16 Jahren endlich mal eine Oma ist.

Aber das war nur der Anfang
Letzte Woche habe ich einen Brief erhalten, mit der Information, daß mein Papa vorletzte Woche verstorben ist.
Eine Achterbahn der Gefühle!
Nach allem was passiert ist und den ganzen Fiesheiten der letzten Jahre, weiß ich nicht so recht was ich fühlen soll.
Zwischen "das war immerhin dein Papa" und "blödes Arschloch" ist alles dabei.
Ca. 2 Wochen vor seinem Tod habe ich noch zu einer Freundin gesagt, ich überlege ob ich ihn mal kontaktiere.
Sie sagte, ich solle auf mich aufpassen, nicht daß es mich wieder so sehr verletzt.
Jetzt ist es vorbei - keine Kontaktaufnahme und keine (für mich so wichtigen) Antworten.
Zur Zeit ist die Situation für mich noch sehr surreal.
Ich denke, der wahre Gong kommt dann auf der Beerdigung...
Nun, eigentlich würden diese beiden Fakten ja schon reichen um ständig getriggert zu werden.
Dicke kam es dann jedoch heute.
Bzgl. meines Dads stehe ich mit der Schwester seiner Frau (ebenfalls schon verstorben) in Kontakt.
Nun ist es aber so, daß sie so gut wie überhaupt nichts über mich und meine Vergangenheit weiß.
So erfuhr ich dann heute von ihr von der "Gästeliste" zur Beerdigung.

Meine Stiefmutter und mein Halbbruder werden erscheinen.
Die Frau, deren Vater für den Rest meines Lebens zum Alptraum geworden ist.
Die Frau, um deren Liebe ich vergeblich so lange gekämpft habe.

Ich merkte schon beim telefonieren, wie sich eine Panik ankündigte.
Also hieß es schnell handeln und liebe Menschen anrufen und reden, reden, reden

Diese heutige Situation hat mich dazu gebracht, auch heute hier wieder zu schreiben.
Schreiben hilft mir bis zu einem gewissen Grad.
Hilft mir, nicht zusammenzubrechen.
Meine Hoffnung, irgenwann mal abschliessen zu können ist wieder ein Stück in die Ferne gerückt.