
Neue Post!! Juchu...
Wie zu erwarten war, wurde mein Antrag auf Opferentschädigung abgelehnt!

Die gelb-markierten Passagen finde ich besonders interessant.
Da weist die liebe Frau Stiefmutter darauf hin, daß der Zeitraum nicht stimmen kann, da wir erst 1980 ins Haus gezogen sind.
Witzigerweise, schreibt aber selbst das Versorgungsamt mit "ca." Angaben...
Und mal ehrlich - was denken die ? Das die beiden "Damen" sagen:
"Ja klar, der Alte hat das Kind missbraucht!"
Ich verstehe dieses Amt nicht.
Keine Zeugen ?
Ja wäre echt klasse gewesen, wenn die komplette Familie drumrumgesessen hätte und dem Alten noch applaudiert hätte...

Und damit hat sich der Käse - 2 sagen "stimmt nicht" - eine sagt "stimmt" - tja 2 gegen 1
Klar wem man glaubt. Und wenn die beiden "Damen" dann noch einer alten, einflussreichen Altnazi Familie angehören, dann hat man als Überlebende nicht wirklich eine Chance...

Tja wieder ein perfektes Beispiel für aufmunternde Worte, daß man sich als Überlebende nicht entmutigen lassen soll. Ich finde dieses Schreiben ist doch die perfekte Ermunterung.
Man fühlt sich als Überlebende so richtig gut aufgehoben und verstanden.
Hilfe im vollen Umfang.
Der deutsche Staat hat meiner Meinung nach mal wieder auf ganzer Länge versagt!
Ich verstehe immer mehr die Menschen, die solche Geschehnisse in sich reinfressen und versuchen das Ganze zu vergessen/verdrängen.
Mein Anwalt hat Einspruch eingelegt und will ggf. auch klagen!
Mein Psychater sagte, er stehe komplett hinter mir und ist vollends davon überzeugt, daß mir diese Dinge auch wirklich passiert sind. Ich hoffe er als Spezialist wird wohl wissen wovon er spricht.
Denn eins kann ich euch verraten - die Selbstzweifel sind der Horror!
Man fängt an, an sich selber zu zweifeln - denkt darüber nach, ob man sich das nicht doch alles einbildet, ob man es sogar vielleicht provoziert hat!
Doch mein Krankheitsbild sagt, daß genau das passiert ist und ich mir leider nichts davon nur einbilde!!!
Mein Arzt meinte weiterhin, daß es keine Rolle spiele wie alt ich war und ob ich mich um 2 Jahre "vertan" habe (was nicht ungewöhnlich sei und schon gar nicht auf lügen hinweise!)
Er sagte, daß der Einzug ins Haus nichts aussage, da der Kontakt seit Mitte der 70er besteht - nämlich seitdem mein Erzeuger diese Frau kennengelernt hatte.
Ich kann euch sagen, solche Grübeleien können einem arg zusetzen.
Ob die Worte meines Arztes mich jetzt aufbauen oder nicht, kann ich noch nicht beurteilen - zumindest waren sie in diesem Moment ein Strohhalm...
2 Kommentare:
weißt du, ich denke, das problem ist, dass man nie "gerechtigkeit" finden wird, nie die akzeptanz, die man sich erhofft, und nie wirklich die hilfe, die man nie bekommen hat und braucht. auch als ich diese gerechtigkeit und akzeptanz gesucht habe, wurde ich immer nur enttäuscht. die menschen wollen sich nicht mit missbrauch wirklich auseinandersetzen, können so vieles auch nicht verstehen und nachvollziehen und geben dann so schnell dem opfer die schuld, damit sie sich nicht weiter damit auseinandersetzen müssen. und viele haben angst, selbst angezeigt zu werden von beschuldigten t*tern. und viele sind einfach selber auch t*ter und schützen die anderen.
ich denke, seinen inneren frieden kann man letztendlich nur dann bekommen, wenn man lernt, das, was einem passiert ist, anzunehmen, sich selber zu akzeptieren mit allen schwächen und stärken, auch dass man sich eingesteht, durch verbrechen so krank geworden zu sein. ich arbeite auch noch dran, geb mir aber trotzdem immer wieder die schuld, auch gesellschaftlich nicht mithalten zu können.
ich bin froh, dass du ein paar menschen hast, die zu dir halten. versuche ihnen zu glauben und dir selbst zu glauben. ich denk an dich...
Maus, ich finde es absolut ungerecht, wie du wieder mal behandelt wirst.
Die beiden Damen wissen gar nicht, was sie damit anrichten, zu behaupten, du hättest dich nie beschwert.
ich drücke dir die Daumen, dass du das ganze Geschehen irgentwann verarbeitet hast, denn leider kann man es ja nicht ungeschehen machen.
Vielleicht schweigen sie aus Angst zur Rechenschaft gezogen zu werden, aus Scham auf der ganzen Linie versagt zu haben, aus Eitelkeit und Besorgnis, ihren Namen zu beschmutzen...
mögen sie dafür irgendwann in der Hölle schmoren.
Ich bin immer für dich da, wenn du reden magst.
Ich glaube an dich und drück dich ganz feste aus der Ferne
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