Samstag, 18. Februar 2017

Kein Ende in Sicht

Ihr Lieben da draußen

Mehrere Jahre war jetzt hier Ruhe auf meinem Blog.
Nach der Verhandlung brauchte ich erst einmal Abstand zu allem.
Bis vor Kurzem ist mir das auch einigermaßen gelungen.

Doch jetzt prasselt es von allen Seiten erneut auf mich ein.
Angefangen hat es damit, daß meine Mutter Kontakt zu meiner jetzt 16-jährigen Tochter aufgenommen hat. Bzw. meine Tochter hat die Konversation via Facebook eröffnet.
Das erste was sie meiner Tochter unter die Nase rieb, war, daß ich ihr ja den Kontakt zu meinem Kind verboten hätte! Das dies Schwachsinn ist, habe ich bereits hier im Blog erwähnt  - aber es tut auch nichts zur Sache.
Meine Angst, daß sie mein Kind emotional verletzt steht an erster Stelle.
Zumal ich auch nicht verstehe, was sie sich von diesem Kontakt erhofft.
Zum Glück ist mein Kind intelligent genug um sich ihr eigenes Bild zu machen und sich (hoffentlich) nicht manipulieren zu lassen.
Sollte alles ohne Hintergedanken ablaufen ist es ja auch ok für mich und ich freue mich für mein Kind wenn meine Mutter nach 16 Jahren endlich mal eine Oma ist.

Aber das war nur der Anfang
Letzte Woche habe ich einen Brief erhalten, mit der Information, daß mein Papa vorletzte Woche verstorben ist.
Eine Achterbahn der Gefühle!
Nach allem was passiert ist und den ganzen Fiesheiten der letzten Jahre, weiß ich nicht so recht was ich fühlen soll.
Zwischen "das war immerhin dein Papa" und "blödes Arschloch" ist alles dabei.
Ca. 2 Wochen vor seinem Tod habe ich noch zu einer Freundin gesagt, ich überlege ob ich ihn mal kontaktiere.
Sie sagte, ich solle auf mich aufpassen, nicht daß es mich wieder so sehr verletzt.
Jetzt ist es vorbei - keine Kontaktaufnahme und keine (für mich so wichtigen) Antworten.
Zur Zeit ist die Situation für mich noch sehr surreal.
Ich denke, der wahre Gong kommt dann auf der Beerdigung...
Nun, eigentlich würden diese beiden Fakten ja schon reichen um ständig getriggert zu werden.
Dicke kam es dann jedoch heute.
Bzgl. meines Dads stehe ich mit der Schwester seiner Frau (ebenfalls schon verstorben) in Kontakt.
Nun ist es aber so, daß sie so gut wie überhaupt nichts über mich und meine Vergangenheit weiß.
So erfuhr ich dann heute von ihr von der "Gästeliste" zur Beerdigung.

Meine Stiefmutter und mein Halbbruder werden erscheinen.
Die Frau, deren Vater für den Rest meines Lebens zum Alptraum geworden ist.
Die Frau, um deren Liebe ich vergeblich so lange gekämpft habe.

Ich merkte schon beim telefonieren, wie sich eine Panik ankündigte.
Also hieß es schnell handeln und liebe Menschen anrufen und reden, reden, reden

Diese heutige Situation hat mich dazu gebracht, auch heute hier wieder zu schreiben.
Schreiben hilft mir bis zu einem gewissen Grad.
Hilft mir, nicht zusammenzubrechen.
Meine Hoffnung, irgenwann mal abschliessen zu können ist wieder ein Stück in die Ferne gerückt.

Sonntag, 23. September 2012

Runde 2

Hallo Welt

Habe hier lange nicht mehr geschrieben und dennoch ist das Problem geblieben.
Wäre ja auch zu schön, wenn es nur durch Inaktivität verschwinden würde :)
Bald geht es in die 2. Runde!
Der Termin für die nächste Verhandlung ist der 24. Oktober 2012.
Dieses Mal möchte man auch gern meine Mutter anhören, die mich verließ als ich 2 war.
Davon mal abgesehen, was sie wohl hätte dazu sagen können - ratet mal was passiert ist ?
Richtig - natürlich wird sie nicht aussagen.
Warum nicht ?
Weil sie an dem Tag eine Fernsehshow hat und ihr durch fernbleiben selbiger ein FINANZIELLER Schaden entstehen würde.
Na das nenn ich doch mal einen guten Grund - finanzieller Schaden vs. Gesundheit der leiblichen Tochter.
Da muss man nicht lange überlegen ....
Wenn nicht alles so nervenaufreibend wäre, könnte man fast schon wieder drüber lachen.
Kindesmissbrauch und dessen Folgen als Sitcom!
In unserer Gesellschaft lassen sich bestimmt genug Perverse finden - zumal; wenns Geld einbringt...
Nee keine Angst, das ist nicht ernst gemeint - manchmal hält man es aber nur mit einer Portion schwärzestem Zynismus aus.
Dazu fällt mir ein, daß mein Therapeut sich immer wundert, warum ich mich lustig mache über die schlimmen Dinge aus meiner Kindheit und fragt warum ich darüber lache.
Warum?
Weil ich sonst ausm Heulen und Zusammenbrechen nicht mehr rauskäme.
Irgendwie muss man sich doch schützen, wenn die die es könnten, es nicht hinbekommen..
Am Mittwoch beginnt meine neue Therapie und ich sehe ihr mit gemischten Gefühlen entgegen.
Eigentlich möchte ich derzeitig gar nicht mit diesen Dingen in Berührung kommen und noch mehr Dreck aufwirbeln - andererseits möchte ich natürlich Fähigkeiten erlernen, mit denen es mir besser geht.
Ich weiß noch nicht welche Seite überwiegt - ich denke, darüber mache ich mir erst Gedanken wenn diese bekloppte Verhandlung rum ist.
Ob es wohl in die 3. Runde gehen wird ????
Erstaunlich an der ganzen Sache finde ich, daß die Personen, die immer behauptet haben, ich lüge - die lassen sich jedesmal entschuldigen. Komisch oder ? Wenn sie doch nichts zu verbergen haben können sie mir und dem Gericht doch auch gegenübertreten...
Achja und im Falle meiner Mutter hat die "nette" Frau Richterin sie drauf hingewiesen, daß sie ja von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht gebrauch machen kann. Wie angenehm - direkt mit dem Zaunpfahl draufgestupst. Das erspart ihr die lästigen Nachweise, daß sie an dem Tag wirklich eine Show hat und unter Vertrag steht. Warum umständlich wenns auch einfach geht - einfach alles von sich schieben.
Ihr Lieben, bevor das hier ein Sarkasmusthread wird - ihr hört wieder von mir...
Bis bald

Donnerstag, 19. April 2012

Donnerstag, 29. März 2012

Alptraum

Hallo Welt

Gestern wurde ein Alptraum zur Realität!
Gestern war die Anhörung beim Sozialgericht, die darüber entscheiden soll, ob die Opferentschädigung berechtigt ist oder nicht.
Na was denkt ihr, kam dabei raus ?
Begleitet von meiner Freundin, meinem Anwalt und einer Dame vom Weißen Ring ging es gestern morgen zum Sozialgericht.
Da es eine nichtöffentliche Sitzung war, musste meine Freundin im Auto warten (1. Rückschlag)
Nach dem Aufrufen und Abklärung der erschienenen Personen, musste auch die Dame vom Weißen Ring wieder gehen (2. Rückschlag)
Somit bestand meine Rückendeckung nur noch aus meinem Anwalt, meinem Flitschgummi und einem Stein meiner Tochter.
Die Richterin war mir von Beginn an unsympathisch und bald merkte ich auch warum...
Belehrung über Meineid, Abklärung der Daten zur Person ... alles noch im Rahmen des Machbaren.
Anwesend war noch ein Typ des Versorgungsamtes.
Dann begann die Befragung, welche ich als sehr verwirrend empfand. Die Richterin sprach ihre Frage in ein Diktiergerät und während ich schon etwas sagte, sprach sie rein : "Die Klägerin sagt dazu:"
Ich konnte keinen Satz zuende sprechen, weil die immer dazwischen gequatscht hat in ihr Gerät.
Das hat mich total verunsichert.
Richtig schlimm wurde es dann, als ich genau beschreiben sollte, wo mich der *** überall angefasst hat.
Das allein ist schon der Horror - und während ich immer leiser wurde und mein Weinen immer lauter, sagt die Kuh zu mir: "Was ? Wo war das?" und ich musste es noch mal sagen :(
Am liebsten wäre ich gestorben!!!
Von da an war mein Flitschgummi im Dauereinsatz - bis es gerissen ist, was mich in ziemliche Panik versetzt hat da ich nun nicht mehr wusste wie ich das durchstehen soll.
Also habe ich angefangen mir in die Hand zu kneifen - hauptsache da bleiben und durchstehen.
Ich sollte genaue Angaben machen; wann, wo, um wieviel Uhr, während der Schulzeit oder in den Ferien, an welchen Wochentagen etc.
Wann ich den *** immer in der Kneipe abholen musste - wie oft ich ihn abholen musste - ob es da schon dunkel war ...
Ich war total überfordert und konnte größtenteils nur noch antworten :"Ich kann mich nicht erinnern"
Dann die Frage zu meiner großen Schwester - wann sie mir davon erzählt hat, was sie erzählt hat,wie oft es bei ihr war etc.
Ich sagte, er habe sie auch angetatscht.
Ja aber das hiesse doch nicht,daß er sie sexuell belästigt habe.
Nein ? Was heisst es denn dann ?
Ich sagte, daß das doch wohl eindeutig wäre.
Darauf meinte die Richterin, ihr als ehemalige Strafrichterin sei das nicht klar!!!
Ich sagte dann, mir als Opfer sei das glasklar.
Mein Anwalt war glaub ich echt stinkig und wollte von der Richterin wissen wo bitte der Unterschied zwischen sexuellem Missbrauch und der Bezeichnung "antatschen" sein - den gäbe es wohl kaum.
Sie argumentierte dann wieder mit ihrem rechtlichen BlaBla.
Ich muss gestehen, die Hälfte der Zeit wusste ich nicht was diese Frau jetzt von mir will - mein Hirn hat einfach dicht gemacht und ich fragte sie öfter, was sie jetzt meine, daß ich nicht verstünde was sie jetzt will.
Sie schaute mich jedesmal eiskalt an und sprach in ihr Gerät das sie die Frage wiederhole und die Klägerin sage dazu: ...
Irgendwann habe ich ihr dann gesagt, daß sie mich total verunsichere und ich mich wie am Pranger fühle.
Ja, ich hätte ja auch keine unmittelbaren Zeugen.
Natürlich nicht, weil die Nachbarn waren nicht eingeladen und das Popkorn und das Bier waren auch gerade aus...
Ich teilte ihr mit, daß es noch eine Pflegetochter gab bei meiner Stieftante und das die plötzlich weg war -auf einmal...
Und das ich Tagebuch damals geschrieben habe, welches mir dann meine Stiefmutter weggenommen hatte (um vermutlich wohl die geschriebenen Belastungen gegen ihren Vater verschwinden zu lassen).
Die Richterin meinte dazu: das wäre sowieso egal ob es dieses Tagebuch noch gäbe, denn schliesslich zeige es ja nur meine Sicht der Dinge!!!!!!!!!!!!
Dann zu meinem Suizidversuch mit 11 - genau beschreiben wie ich es gemacht habe, wo ich es gmacht habe, zu welcher Uhrzeit, wo sich die Steckdose genau befand in die ich das Metallsteckte, ob ich Verletzungen hatte die sichtbar waren, ob ich damit beim Arzt war, wie meine Stiefmutter davon erfahren hatte ....
Ob ich überhaupt jemals wegen der Misshandlungen und des Missbrauchs beim Arzt war.
Als ich verneinte, kam natürlich ein "warum nicht"
Warum nicht ??? Eher hätten die mich totgeschlagen als zuzulassen, daß ich mich einem Arzt anvertraue.
Ich habe mich ja nicht mal getraut mich überhaupt jemandem anzuvertrauen nach der Prügel die ich immer bekam.
Dann ging es um meine schulischen Leistungen - während ich in dem Kaff bei denen wohnte sei ich doch recht gut gewesen - keine Fehlstunden  - erst als ich wieder zu meiner Oma abgeschoben wurde fielen meine Noten in den Keller - also das sei ja kein Beweis.
Ich sagte ihr, daß ich wenn ich im Kaff schlechte Noten oder Fehltage gehabt hätte, ich Misshandlungen zu befürchten hatte.
Interessierte nicht!
Vielmehr interessierte sie wo ich in den Fehlstunden der folgenden Zeugnisse war - was ich in der Zeit gemacht habe.
Ich war nur noch unsicher - und auch jetzt beim Schreiben habe ich einen Kloß im Hals -. ich könnte mich direkt übergeben.
Dann wurde meine große Schwester aufgerufen und befragt - auch ihr merkte man an, daß es ihr dabei nicht gut ging.
Zum Glück dauerte ihre Befragung nur wenige Minuten.
Dann war ich wieder allein mit denen.
Es ging um die psychatrischen Gutachten, bzw. das was meine ehemalige Therapeutin ausgesagt hat.
Das war ein Punkt, den ich nicht nachvollziehen konnte:
Das Gutachten meines Psychaters, zu dem ich regelmässig fast alle 2 Monate gehe fiel nicht so ins Gewicht wie das der Therapeutin, zu der ich 25 Stunden ging, die kein Bock auf Verlängerung hatte weil sie ein Gutachten hätte schreiben müssen und ihr Borderliner eh zu anstrengend seien ... weil die schreib, es ginge mir am Ende der Therapie besser und mein Psychater schrieb, es sei keine Besserung eingetreten...
Muss man das als Normalsterblicher verstehen ?
Vielleicht ist mein Hirn mit der Zeit so matschig geworden, aber ich verstehe es nicht.
Dann wurde angesprochen, daß ich zu einem Wahrheitsgutachten geladen werden solle - was allerdings hinfällig sei, wenn sich rausstelle das ich wirklich Borderliner sei, denn dann sei dieses Gutachten nicht glaubwürdig...
Zum Schluss wurde dann der Typ vom Versorgungsamt gefragt ob er Fragen an mich habe.
Nachdem er mir großzügig eine Packung Taschentücher rübergeschoben hatte, meinte er , er habe mich jetzt während der ganzen Verhandlung beobachtet und ich würde doch am Stock gehen, warum ich mir das antäte!
Ich sagte ihm, daß ich mein Leben lang als Lügnerin hingestellt wurde von meinen "Verwandten" und das ich endlich Klarheit schaffen möchte.
De Typ meinte dann, was es bringen würde, vom Versorgungsamt würde ich nie eine Wahrheitsanerkennung bekommen.
Die Richterin meinte dann noch:
"Es gibt Menschen die leben auf der Sonnenseite des Lebens und es gibt Menschen die leben nicht auf der Sonnenseite und haben auch  noch ein bisschen Pech dabei - aber das ist noch kein Beweis für einen sexuellen Missbrauch!"

Obwohl mein Anwalt meinte, ich hätte es super gemacht, habe ich das Gefühl mehr als zuvor nutzlos zu sein. Er möchte, daß wir weitermachen.
Er sagte: Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren!
Im Moment kann ich die Auswirkungen noch nicht einschätzen - ich kann mich nicht hineinversetzen in das "was wäre wenn"
Für mich hat der gestrige Tag nur eins bewiesen:
Diesem Staat ist es scheißegal, solange er Geld einsparen kann wo es nur geht.
Das einzige was ich von gestern mitgenommen habe, sind zwei ramponierte Hände!




Mittwoch, 22. Februar 2012

Bewegung

Hallo Welt da draussen

Am Freitag kam Post! Ein gelber Umschlag aus dem Hause Sozialgericht.
Ein Termin wurde anberaumt zur Anhörung und Beweisaufnahme.
Der erste Gedanke:
Endlich passiert mal was!
Alle folgenden Gedanken:
PANIK!!!
Täterkontakt!!!
alles noch mal erleben!!!
Hilflosigkeit!!!
etc.pp

Habe direkt meinen Anwalt angerufen. Er war positiv überrascht, weil er nicht dachte, daß es nach dem ganzen Hin und Her überhaupt zur Verhandlung kommt.
Leider hat er mich unwissentlich total unter Druck gesetzt, indem er meinte, es wäre von Vorteil wenn ich persönlich anwesend sei falls Ungereimtheiten auftreten die nur ich beantworten kann.
Hat er ja recht ... aber direkt drauf gestossen zu werden löst noch mal andere Ängste aus als es im Unterbewusstsein selbst zu wissen.
Seit Freitag routiert alles in mir - ich kann keinen klaren Gedanken fassen.
Heute habe ich es dann endlich mal auf die Reihe bekommen und noch mal beim Weißen Ring angerufen.
Mit etwas Geduld konnte ich sogar mit der Dame sprechen, die mit mir vor 3 Jahren diesen Antrag gestellt hat.
Sie hat mir zugesichert, als seelische Unterstützung zum Gerichtstermin mitzukommen.
Jetzt fühle ich mich etwas sicherer.

Dennoch lässt mich das alles nicht mehr los. Diese ständigen Felsbrocken im Weg können stellenweise wirklich sehr belastend und entmutigend wirken.
Man liest und hört zwar viel über Hilfe für Überlebende, aber wenn man hinter die Kulissen blickt, dann stellt man fest, da gibt es nicht wirklich Hilfe. Man wird von A nach B verwiesen und keiner fühlt sich zuständig oder kann sagen, wo man nun explizit Hilfe erhält.
Der beliebteste Satz ist: "Gehen Sie in eine Klinik"
Dann kommen Fragen in einem hoch...
Hmm, wenn man jetzt selber jemanden misshandelt, tötet, missbraucht - dann bekommt man sofort Hilfe. Man wird zwar für die Tat bestraft, jedoch wird darauf hingewiesen, daß der Täter ja eine schwere Kindheit hatte, selbst Opfer von Missbrauch war etc.
Aha komisch! Ich werde in diesem Land also nicht dafür "belohnt", daß ich nicht fortführe was ich erlebt habe - das ich es anders mache - sondern ich werde mit Therapien belohnt wenn ich andere Menschen quäle.
Leider verstehe ich den Sinn dahinter nicht.
Ich würde mich gerne mal mit den Menschen unterhalten, die sich sowas erdenken - die entscheiden wem Hilfe einfach gemacht wird und wem nicht.Nach welchen Kriterien diese Menschen gehen.
Natürlich verstehe und befürworte ich, daß Täter betraft und behandelt werden ggf. - aber ich befürworte nicht, daß man im Regen stehen gelassen wird, abgeschoben wird, wenn man kein Täter ist.
"Ja so ist das halt in Deutschland" - aha - warum ? Und warum muß ich mich damit zufriedengeben?
Weil ich gegen Wände rennen! Weil es niemanden wirklich interessiert. Interessant wird es erst, wenn es skandalös wird und die breite Masse auch was davon hat.
Ich weiß ja nicht wie ihr da draussen das seht, aber ich finde das schon echt krank.
Irgendwann ist die Kraftreserve aufgebraucht und dann ?
Suizid ? Selbstaufgabe ? Selber gewalttätig werden ?
Antworten hätte ich gerne.
"Ja es gibt Dinge auf die kann Ihnen keiner eine Antwort geben"
Super, na dann muß man das wohl auch widerstandslos hinnehmen,oder ?
Ich kann das nicht und ich denke, daß es die fehlende Ignoranz ist, die manchen Menschen das Leben zur Hölle macht. Das fehlende sogenannte dicke Fell.
Wozu ich wieder zu einem meiner "Lieblingsthemen" komme ...
Was ist Leben ?
Wie definiere ich persönlich Leben/Dasein ?
Leben ist Kampf
Leben ist Schmerz
Leben ist Trauer
Leben ist Hoffnungslosigkeit
Leben ist immer auf der Hut sein
Leben ist Realität
Realität ist nicht bunt und lustig, Spaß haben...
Spaß haben ... wer hat Recht auf Spaß haben ?
Leute die in ihrem Leben was leisten und erreichen.
Und die anderen ?
Nicht aufmucken, klein machen, kein Recht auf Leben.
Verloren, verlogen, verdorben - kein Recht auf Leben.
Was ist meine Aufgabe auf der Welt ?
Verantwortung übernehmen für mein Kind. Zu ermöglichen, daß es nicht die gleichen Erfahrungen machen muss ... und dann ? Wenn es alt genug ist, um sich um sich selbst zu kümmern ? Wenn es einen nicht mehr braucht - was dann ?
Was ist dann der Sinn des Lebens ?

Montag, 16. Januar 2012

Willkür und andere Nettigkeiten

Hallo Welt

Irgendwie zieht sich das alles schon so lange hin, daß man gar nicht mehr den Eindruck hat, es könne sich doch noch etwas bewegen.
Innerhalb der Sache stösst man immer wieder auf Hindernisse, bei denen man sich fragt, wozu sie nütze sind.
Die Angelegenheit mit dem Landessozialgericht hatte ich ja schon erwähnt - nun ging die ganze Geschichte zurück an das Sozialgericht und auch hier ist man der Meinung das alle beigebrachten und gewünschten Dokumente dann letztendlich doch noch nicht ausreichen.... *seufz*
Mittlerweile ist es ja schon so, daß man sich fragt, was die Damen und Herren dieser "Einrichtung" sich als nächstes einfallen lassen (bzw. sich diktieren lassen ;) )

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie mich das alles annervt. Immer wieder was Neues...
Man kommt nicht zur Ruhe, es sei denn man gibt auf und reiht sich ein in die konsequenzlose Überlebendenliste.
Aber soll ich euch mal was sagen - ich kann es echt verstehen, daß so viele Überlebende einfach nur ihren Mund halten und gucken wie sie alleine damit klarkommen.
Durch öffentliche Stellen kommt man nämlich auch nicht wirklich weiter - im Gegenteil, man fühlt sich wie ein Schwerverbrecher der einfach eine Behauptung in den Raum stellt und alle sagen nur : "Ja ne is klar - biste selber Schuld!"
Ich raffs einfach nicht...
Leider bin ich ja auch ein Sturkopf und kann nicht abschätzen, ob es nicht doch besser wäre aufzugeben (gesundheitlich gesehen)
Auch verstehe ich nicht die Ignoranz des Gerichtes gegenüber der Zeugenaussagen meiner Schwester und meiner damaligen Nachbarin.
Vermutlich werde ich es auch nie verstehen....
Mein Anwalt hat dem Gericht nun noch mal ein Schreiben geschickt (man bedenke, daß es z.Z. ERST MAL nur um die Bewilligung von Prozeßkostenhilfe geht!)
Auf das eigentliche Thema sind die Damen und Herren ja nur am Rande eingegangen.
Hier erst mal das Schreiben ans Sozialgericht (vergrößern=anklicken)

Ich bin sehr gespannt, was es ergibt und weiß immer noch nicht ob ich über die Vorgehensweise lachen oder weinen soll.
Vermutlich lache ich, um nicht zu verzweifeln...

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Lebenszeichen nach Monaten

Hallo ihr da draussen

Ja ich bin noch da und die Probleme sind auch noch da.
Meine Therapie ist Ende November zuende und meine Fragen haben sich nicht geklärt.
Dafür sind neue Fragen hinzugekommen, welche beantwortet werden "wollen"
Aber der eigentliche Grund für diesen Post ist der heutige Brief, welchen ich von meinem Anwalt erhalten habe.
Dieser Staat ist einfach der Hammer!!
Das wir alle verarscht werden ist ja nicht neu, aber manchmal schaffen sie es doch noch, daß man sprachlos ist.
Ihr erinnert euch sicherlich, daß mein Anwalt Klage gegen das Land eingereicht hat.
Nachdem das Sozialgericht die Klage abgeschmettert hat, ging es an das Landessozialgericht.
Seit Monaten halten die uns jetzt hin, weil angeblich meine wirtschaftlichen Verhältnisse nicht geklärt seien und ich aufgrund dessen keine Prozesskostenhilfe bekomme.
Mein Anwalt hat alles eingereicht was es gibt, vom Mietvertrag, über Arbeitsamtbescheid bis zum Kontoauszug.
Daraus ergeht eindeutig, daß ich laufende Hilfe erhalte.
Nein die Damen und Herren reiten darauf rum, daß es bis zu einem bestimmten Termin (wie es im Kleingedruckten stünde) nicht eingereicht wurde.
Das ich aufgrund meiner Psyche einfach manche Dinge nicht fristgemäß schaffe, zählt nicht.
Es ist egal wie es den betroffenen Menschen geht - es ist egal, was das alles an Erinnerungen hervorruft - es ist egal ob das an die Substanz geht - ist doch alles ganz einfach:

Fresse halten und nicht aufmucken und bloß nicht hinterfragen!

Sorry, aber das kann ich nicht! Das musste ich mein ganzes Leben schon erfahren, daß eine kritisierende Meinung ungesund für das eigene Leben ist.
Ich schreibe jetzt nicht öffentlich, was ich von solchen Vorgehensweisen halte...

Am Telefon meinte mein Anwalt heute, daß die ganze Sache wohl keine Aussicht auf Erfolg hat, da dem Gericht die Beweise nicht ausreichen (der Brief meiner großen Schwester, die auch missbraucht wurde, das Schreiben meiner ehemaligen Nachbarin über ihr Beobachtungen von Misshandlungen...)
Nein, ich kann es nicht beweisen, weil niemand zugeschaut hat!
Wie pervers ist das bitte????

Aber bitte lieber Staat - steckt Kinderschändern noch mehr Kohle in den Arsch, damit es ihnen noch besser geht in ihren tollen, gemütlichen Einrichtungen!
Steckt weiterhin Leute die nen Duplo klauen in den Knast und tätschelt den Kinderschändern das Händchen!

Ich finde es zum KOTZEN!

Was will dieser Staat ?
Soll ich ebenfalls zum Kinderschänder werden ?
Soll ich mein Kind prügeln weil ich selbst nur geprügelt wurde ?
Soll ich Amok laufen, weil meine Kindheit so scheiße war ?

Nein ich mache es mir nicht so krankhaft einfach - ich lasse mir weiterhin auf die Fresse hauen.
Dafür kann ich noch in den Spiegel sehen!
...