Donnerstag, 29. März 2012

Alptraum

Hallo Welt

Gestern wurde ein Alptraum zur Realität!
Gestern war die Anhörung beim Sozialgericht, die darüber entscheiden soll, ob die Opferentschädigung berechtigt ist oder nicht.
Na was denkt ihr, kam dabei raus ?
Begleitet von meiner Freundin, meinem Anwalt und einer Dame vom Weißen Ring ging es gestern morgen zum Sozialgericht.
Da es eine nichtöffentliche Sitzung war, musste meine Freundin im Auto warten (1. Rückschlag)
Nach dem Aufrufen und Abklärung der erschienenen Personen, musste auch die Dame vom Weißen Ring wieder gehen (2. Rückschlag)
Somit bestand meine Rückendeckung nur noch aus meinem Anwalt, meinem Flitschgummi und einem Stein meiner Tochter.
Die Richterin war mir von Beginn an unsympathisch und bald merkte ich auch warum...
Belehrung über Meineid, Abklärung der Daten zur Person ... alles noch im Rahmen des Machbaren.
Anwesend war noch ein Typ des Versorgungsamtes.
Dann begann die Befragung, welche ich als sehr verwirrend empfand. Die Richterin sprach ihre Frage in ein Diktiergerät und während ich schon etwas sagte, sprach sie rein : "Die Klägerin sagt dazu:"
Ich konnte keinen Satz zuende sprechen, weil die immer dazwischen gequatscht hat in ihr Gerät.
Das hat mich total verunsichert.
Richtig schlimm wurde es dann, als ich genau beschreiben sollte, wo mich der *** überall angefasst hat.
Das allein ist schon der Horror - und während ich immer leiser wurde und mein Weinen immer lauter, sagt die Kuh zu mir: "Was ? Wo war das?" und ich musste es noch mal sagen :(
Am liebsten wäre ich gestorben!!!
Von da an war mein Flitschgummi im Dauereinsatz - bis es gerissen ist, was mich in ziemliche Panik versetzt hat da ich nun nicht mehr wusste wie ich das durchstehen soll.
Also habe ich angefangen mir in die Hand zu kneifen - hauptsache da bleiben und durchstehen.
Ich sollte genaue Angaben machen; wann, wo, um wieviel Uhr, während der Schulzeit oder in den Ferien, an welchen Wochentagen etc.
Wann ich den *** immer in der Kneipe abholen musste - wie oft ich ihn abholen musste - ob es da schon dunkel war ...
Ich war total überfordert und konnte größtenteils nur noch antworten :"Ich kann mich nicht erinnern"
Dann die Frage zu meiner großen Schwester - wann sie mir davon erzählt hat, was sie erzählt hat,wie oft es bei ihr war etc.
Ich sagte, er habe sie auch angetatscht.
Ja aber das hiesse doch nicht,daß er sie sexuell belästigt habe.
Nein ? Was heisst es denn dann ?
Ich sagte, daß das doch wohl eindeutig wäre.
Darauf meinte die Richterin, ihr als ehemalige Strafrichterin sei das nicht klar!!!
Ich sagte dann, mir als Opfer sei das glasklar.
Mein Anwalt war glaub ich echt stinkig und wollte von der Richterin wissen wo bitte der Unterschied zwischen sexuellem Missbrauch und der Bezeichnung "antatschen" sein - den gäbe es wohl kaum.
Sie argumentierte dann wieder mit ihrem rechtlichen BlaBla.
Ich muss gestehen, die Hälfte der Zeit wusste ich nicht was diese Frau jetzt von mir will - mein Hirn hat einfach dicht gemacht und ich fragte sie öfter, was sie jetzt meine, daß ich nicht verstünde was sie jetzt will.
Sie schaute mich jedesmal eiskalt an und sprach in ihr Gerät das sie die Frage wiederhole und die Klägerin sage dazu: ...
Irgendwann habe ich ihr dann gesagt, daß sie mich total verunsichere und ich mich wie am Pranger fühle.
Ja, ich hätte ja auch keine unmittelbaren Zeugen.
Natürlich nicht, weil die Nachbarn waren nicht eingeladen und das Popkorn und das Bier waren auch gerade aus...
Ich teilte ihr mit, daß es noch eine Pflegetochter gab bei meiner Stieftante und das die plötzlich weg war -auf einmal...
Und das ich Tagebuch damals geschrieben habe, welches mir dann meine Stiefmutter weggenommen hatte (um vermutlich wohl die geschriebenen Belastungen gegen ihren Vater verschwinden zu lassen).
Die Richterin meinte dazu: das wäre sowieso egal ob es dieses Tagebuch noch gäbe, denn schliesslich zeige es ja nur meine Sicht der Dinge!!!!!!!!!!!!
Dann zu meinem Suizidversuch mit 11 - genau beschreiben wie ich es gemacht habe, wo ich es gmacht habe, zu welcher Uhrzeit, wo sich die Steckdose genau befand in die ich das Metallsteckte, ob ich Verletzungen hatte die sichtbar waren, ob ich damit beim Arzt war, wie meine Stiefmutter davon erfahren hatte ....
Ob ich überhaupt jemals wegen der Misshandlungen und des Missbrauchs beim Arzt war.
Als ich verneinte, kam natürlich ein "warum nicht"
Warum nicht ??? Eher hätten die mich totgeschlagen als zuzulassen, daß ich mich einem Arzt anvertraue.
Ich habe mich ja nicht mal getraut mich überhaupt jemandem anzuvertrauen nach der Prügel die ich immer bekam.
Dann ging es um meine schulischen Leistungen - während ich in dem Kaff bei denen wohnte sei ich doch recht gut gewesen - keine Fehlstunden  - erst als ich wieder zu meiner Oma abgeschoben wurde fielen meine Noten in den Keller - also das sei ja kein Beweis.
Ich sagte ihr, daß ich wenn ich im Kaff schlechte Noten oder Fehltage gehabt hätte, ich Misshandlungen zu befürchten hatte.
Interessierte nicht!
Vielmehr interessierte sie wo ich in den Fehlstunden der folgenden Zeugnisse war - was ich in der Zeit gemacht habe.
Ich war nur noch unsicher - und auch jetzt beim Schreiben habe ich einen Kloß im Hals -. ich könnte mich direkt übergeben.
Dann wurde meine große Schwester aufgerufen und befragt - auch ihr merkte man an, daß es ihr dabei nicht gut ging.
Zum Glück dauerte ihre Befragung nur wenige Minuten.
Dann war ich wieder allein mit denen.
Es ging um die psychatrischen Gutachten, bzw. das was meine ehemalige Therapeutin ausgesagt hat.
Das war ein Punkt, den ich nicht nachvollziehen konnte:
Das Gutachten meines Psychaters, zu dem ich regelmässig fast alle 2 Monate gehe fiel nicht so ins Gewicht wie das der Therapeutin, zu der ich 25 Stunden ging, die kein Bock auf Verlängerung hatte weil sie ein Gutachten hätte schreiben müssen und ihr Borderliner eh zu anstrengend seien ... weil die schreib, es ginge mir am Ende der Therapie besser und mein Psychater schrieb, es sei keine Besserung eingetreten...
Muss man das als Normalsterblicher verstehen ?
Vielleicht ist mein Hirn mit der Zeit so matschig geworden, aber ich verstehe es nicht.
Dann wurde angesprochen, daß ich zu einem Wahrheitsgutachten geladen werden solle - was allerdings hinfällig sei, wenn sich rausstelle das ich wirklich Borderliner sei, denn dann sei dieses Gutachten nicht glaubwürdig...
Zum Schluss wurde dann der Typ vom Versorgungsamt gefragt ob er Fragen an mich habe.
Nachdem er mir großzügig eine Packung Taschentücher rübergeschoben hatte, meinte er , er habe mich jetzt während der ganzen Verhandlung beobachtet und ich würde doch am Stock gehen, warum ich mir das antäte!
Ich sagte ihm, daß ich mein Leben lang als Lügnerin hingestellt wurde von meinen "Verwandten" und das ich endlich Klarheit schaffen möchte.
De Typ meinte dann, was es bringen würde, vom Versorgungsamt würde ich nie eine Wahrheitsanerkennung bekommen.
Die Richterin meinte dann noch:
"Es gibt Menschen die leben auf der Sonnenseite des Lebens und es gibt Menschen die leben nicht auf der Sonnenseite und haben auch  noch ein bisschen Pech dabei - aber das ist noch kein Beweis für einen sexuellen Missbrauch!"

Obwohl mein Anwalt meinte, ich hätte es super gemacht, habe ich das Gefühl mehr als zuvor nutzlos zu sein. Er möchte, daß wir weitermachen.
Er sagte: Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren!
Im Moment kann ich die Auswirkungen noch nicht einschätzen - ich kann mich nicht hineinversetzen in das "was wäre wenn"
Für mich hat der gestrige Tag nur eins bewiesen:
Diesem Staat ist es scheißegal, solange er Geld einsparen kann wo es nur geht.
Das einzige was ich von gestern mitgenommen habe, sind zwei ramponierte Hände!




Mittwoch, 22. Februar 2012

Bewegung

Hallo Welt da draussen

Am Freitag kam Post! Ein gelber Umschlag aus dem Hause Sozialgericht.
Ein Termin wurde anberaumt zur Anhörung und Beweisaufnahme.
Der erste Gedanke:
Endlich passiert mal was!
Alle folgenden Gedanken:
PANIK!!!
Täterkontakt!!!
alles noch mal erleben!!!
Hilflosigkeit!!!
etc.pp

Habe direkt meinen Anwalt angerufen. Er war positiv überrascht, weil er nicht dachte, daß es nach dem ganzen Hin und Her überhaupt zur Verhandlung kommt.
Leider hat er mich unwissentlich total unter Druck gesetzt, indem er meinte, es wäre von Vorteil wenn ich persönlich anwesend sei falls Ungereimtheiten auftreten die nur ich beantworten kann.
Hat er ja recht ... aber direkt drauf gestossen zu werden löst noch mal andere Ängste aus als es im Unterbewusstsein selbst zu wissen.
Seit Freitag routiert alles in mir - ich kann keinen klaren Gedanken fassen.
Heute habe ich es dann endlich mal auf die Reihe bekommen und noch mal beim Weißen Ring angerufen.
Mit etwas Geduld konnte ich sogar mit der Dame sprechen, die mit mir vor 3 Jahren diesen Antrag gestellt hat.
Sie hat mir zugesichert, als seelische Unterstützung zum Gerichtstermin mitzukommen.
Jetzt fühle ich mich etwas sicherer.

Dennoch lässt mich das alles nicht mehr los. Diese ständigen Felsbrocken im Weg können stellenweise wirklich sehr belastend und entmutigend wirken.
Man liest und hört zwar viel über Hilfe für Überlebende, aber wenn man hinter die Kulissen blickt, dann stellt man fest, da gibt es nicht wirklich Hilfe. Man wird von A nach B verwiesen und keiner fühlt sich zuständig oder kann sagen, wo man nun explizit Hilfe erhält.
Der beliebteste Satz ist: "Gehen Sie in eine Klinik"
Dann kommen Fragen in einem hoch...
Hmm, wenn man jetzt selber jemanden misshandelt, tötet, missbraucht - dann bekommt man sofort Hilfe. Man wird zwar für die Tat bestraft, jedoch wird darauf hingewiesen, daß der Täter ja eine schwere Kindheit hatte, selbst Opfer von Missbrauch war etc.
Aha komisch! Ich werde in diesem Land also nicht dafür "belohnt", daß ich nicht fortführe was ich erlebt habe - das ich es anders mache - sondern ich werde mit Therapien belohnt wenn ich andere Menschen quäle.
Leider verstehe ich den Sinn dahinter nicht.
Ich würde mich gerne mal mit den Menschen unterhalten, die sich sowas erdenken - die entscheiden wem Hilfe einfach gemacht wird und wem nicht.Nach welchen Kriterien diese Menschen gehen.
Natürlich verstehe und befürworte ich, daß Täter betraft und behandelt werden ggf. - aber ich befürworte nicht, daß man im Regen stehen gelassen wird, abgeschoben wird, wenn man kein Täter ist.
"Ja so ist das halt in Deutschland" - aha - warum ? Und warum muß ich mich damit zufriedengeben?
Weil ich gegen Wände rennen! Weil es niemanden wirklich interessiert. Interessant wird es erst, wenn es skandalös wird und die breite Masse auch was davon hat.
Ich weiß ja nicht wie ihr da draussen das seht, aber ich finde das schon echt krank.
Irgendwann ist die Kraftreserve aufgebraucht und dann ?
Suizid ? Selbstaufgabe ? Selber gewalttätig werden ?
Antworten hätte ich gerne.
"Ja es gibt Dinge auf die kann Ihnen keiner eine Antwort geben"
Super, na dann muß man das wohl auch widerstandslos hinnehmen,oder ?
Ich kann das nicht und ich denke, daß es die fehlende Ignoranz ist, die manchen Menschen das Leben zur Hölle macht. Das fehlende sogenannte dicke Fell.
Wozu ich wieder zu einem meiner "Lieblingsthemen" komme ...
Was ist Leben ?
Wie definiere ich persönlich Leben/Dasein ?
Leben ist Kampf
Leben ist Schmerz
Leben ist Trauer
Leben ist Hoffnungslosigkeit
Leben ist immer auf der Hut sein
Leben ist Realität
Realität ist nicht bunt und lustig, Spaß haben...
Spaß haben ... wer hat Recht auf Spaß haben ?
Leute die in ihrem Leben was leisten und erreichen.
Und die anderen ?
Nicht aufmucken, klein machen, kein Recht auf Leben.
Verloren, verlogen, verdorben - kein Recht auf Leben.
Was ist meine Aufgabe auf der Welt ?
Verantwortung übernehmen für mein Kind. Zu ermöglichen, daß es nicht die gleichen Erfahrungen machen muss ... und dann ? Wenn es alt genug ist, um sich um sich selbst zu kümmern ? Wenn es einen nicht mehr braucht - was dann ?
Was ist dann der Sinn des Lebens ?

Montag, 16. Januar 2012

Willkür und andere Nettigkeiten

Hallo Welt

Irgendwie zieht sich das alles schon so lange hin, daß man gar nicht mehr den Eindruck hat, es könne sich doch noch etwas bewegen.
Innerhalb der Sache stösst man immer wieder auf Hindernisse, bei denen man sich fragt, wozu sie nütze sind.
Die Angelegenheit mit dem Landessozialgericht hatte ich ja schon erwähnt - nun ging die ganze Geschichte zurück an das Sozialgericht und auch hier ist man der Meinung das alle beigebrachten und gewünschten Dokumente dann letztendlich doch noch nicht ausreichen.... *seufz*
Mittlerweile ist es ja schon so, daß man sich fragt, was die Damen und Herren dieser "Einrichtung" sich als nächstes einfallen lassen (bzw. sich diktieren lassen ;) )

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie mich das alles annervt. Immer wieder was Neues...
Man kommt nicht zur Ruhe, es sei denn man gibt auf und reiht sich ein in die konsequenzlose Überlebendenliste.
Aber soll ich euch mal was sagen - ich kann es echt verstehen, daß so viele Überlebende einfach nur ihren Mund halten und gucken wie sie alleine damit klarkommen.
Durch öffentliche Stellen kommt man nämlich auch nicht wirklich weiter - im Gegenteil, man fühlt sich wie ein Schwerverbrecher der einfach eine Behauptung in den Raum stellt und alle sagen nur : "Ja ne is klar - biste selber Schuld!"
Ich raffs einfach nicht...
Leider bin ich ja auch ein Sturkopf und kann nicht abschätzen, ob es nicht doch besser wäre aufzugeben (gesundheitlich gesehen)
Auch verstehe ich nicht die Ignoranz des Gerichtes gegenüber der Zeugenaussagen meiner Schwester und meiner damaligen Nachbarin.
Vermutlich werde ich es auch nie verstehen....
Mein Anwalt hat dem Gericht nun noch mal ein Schreiben geschickt (man bedenke, daß es z.Z. ERST MAL nur um die Bewilligung von Prozeßkostenhilfe geht!)
Auf das eigentliche Thema sind die Damen und Herren ja nur am Rande eingegangen.
Hier erst mal das Schreiben ans Sozialgericht (vergrößern=anklicken)

Ich bin sehr gespannt, was es ergibt und weiß immer noch nicht ob ich über die Vorgehensweise lachen oder weinen soll.
Vermutlich lache ich, um nicht zu verzweifeln...

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Lebenszeichen nach Monaten

Hallo ihr da draussen

Ja ich bin noch da und die Probleme sind auch noch da.
Meine Therapie ist Ende November zuende und meine Fragen haben sich nicht geklärt.
Dafür sind neue Fragen hinzugekommen, welche beantwortet werden "wollen"
Aber der eigentliche Grund für diesen Post ist der heutige Brief, welchen ich von meinem Anwalt erhalten habe.
Dieser Staat ist einfach der Hammer!!
Das wir alle verarscht werden ist ja nicht neu, aber manchmal schaffen sie es doch noch, daß man sprachlos ist.
Ihr erinnert euch sicherlich, daß mein Anwalt Klage gegen das Land eingereicht hat.
Nachdem das Sozialgericht die Klage abgeschmettert hat, ging es an das Landessozialgericht.
Seit Monaten halten die uns jetzt hin, weil angeblich meine wirtschaftlichen Verhältnisse nicht geklärt seien und ich aufgrund dessen keine Prozesskostenhilfe bekomme.
Mein Anwalt hat alles eingereicht was es gibt, vom Mietvertrag, über Arbeitsamtbescheid bis zum Kontoauszug.
Daraus ergeht eindeutig, daß ich laufende Hilfe erhalte.
Nein die Damen und Herren reiten darauf rum, daß es bis zu einem bestimmten Termin (wie es im Kleingedruckten stünde) nicht eingereicht wurde.
Das ich aufgrund meiner Psyche einfach manche Dinge nicht fristgemäß schaffe, zählt nicht.
Es ist egal wie es den betroffenen Menschen geht - es ist egal, was das alles an Erinnerungen hervorruft - es ist egal ob das an die Substanz geht - ist doch alles ganz einfach:

Fresse halten und nicht aufmucken und bloß nicht hinterfragen!

Sorry, aber das kann ich nicht! Das musste ich mein ganzes Leben schon erfahren, daß eine kritisierende Meinung ungesund für das eigene Leben ist.
Ich schreibe jetzt nicht öffentlich, was ich von solchen Vorgehensweisen halte...

Am Telefon meinte mein Anwalt heute, daß die ganze Sache wohl keine Aussicht auf Erfolg hat, da dem Gericht die Beweise nicht ausreichen (der Brief meiner großen Schwester, die auch missbraucht wurde, das Schreiben meiner ehemaligen Nachbarin über ihr Beobachtungen von Misshandlungen...)
Nein, ich kann es nicht beweisen, weil niemand zugeschaut hat!
Wie pervers ist das bitte????

Aber bitte lieber Staat - steckt Kinderschändern noch mehr Kohle in den Arsch, damit es ihnen noch besser geht in ihren tollen, gemütlichen Einrichtungen!
Steckt weiterhin Leute die nen Duplo klauen in den Knast und tätschelt den Kinderschändern das Händchen!

Ich finde es zum KOTZEN!

Was will dieser Staat ?
Soll ich ebenfalls zum Kinderschänder werden ?
Soll ich mein Kind prügeln weil ich selbst nur geprügelt wurde ?
Soll ich Amok laufen, weil meine Kindheit so scheiße war ?

Nein ich mache es mir nicht so krankhaft einfach - ich lasse mir weiterhin auf die Fresse hauen.
Dafür kann ich noch in den Spiegel sehen!
...

Donnerstag, 3. März 2011

Post aus Berlin

Hallo Welt

Gestern habe ich einen Brief erhalten aus Berlin (zum Vergrößern - anklicken):


Montag, 28. Februar 2011

Ergebnis einer Therapiestunde

Hallo ihr da draussen...

Letzte Woche hatte ich wieder eine Therapiestunde. Mittlerweile darf ich ja nur noch alle 2 Wochen, weil es sonst zu heftig für mich wird.
Dieses Mal sprachen wir über Mütter - insbesondere über meine Mutter!
Die Bindung zwischen Mutter und Kind ist die wichtigste und engste Bindung die es gibt. Das ich dieses dadurch resultierende Urvertrauen nicht habe, habe ich ja schon in einer vorherigen Therapiesitzung gelernt.
Doch dieses Mal brannte mir etwas anderes auf dem Herzen - etwas, was ich nicht verstehen und auch nicht akzeptieren kann.
Vielleicht bin ich ein Seelen Masochist - ich kann es nicht lassen, ich werde immer und immer wieder schwach und lege einen Seelenstrip vor meiner Mutter nieder in der Hoffnung, da muss doch irgendetwas sein, was ihr Mutterherz für mich schlagen lässt.
Solange ich in meiner Hasswelt schwebe geht es mir einigermaßen "gut", aber sobald ich wieder die Sehnsuchtswelt betrete kommen solche Dinge zustande.
Ich habe es wieder getan - ich habe sie vor einigen Tagen angemailt - sie angefleht sich um mich zu kümmern...

hallo mama
kannst du mir bitte helfen bei meiner therapie ? ich brauche deine
erinnerungen um alles aufarbeiten zu können.
ich wollte dich bitten, mir eine kopie der briefe zu schicken die du
erwähnt hattest. ich kann mich weder an deren inhalt erinnern noch daran,
daß ich sie dir geschrieben habe. vielleicht würde es mir helfen, die
texte noch mal zu lesen, vielleicht kommt dann was hoch.
mama ich schaff das nicht alleine - die situation halte ich nicht mehr
lange aus und ich bettel ja schon regelrecht um deine aufmerksamkeit. red
doch endlich mit mir bitte.
seit meiner diagnose das ich borderliner bin, komme ich überhaupt nicht
mehr klar. ich habe einfach das gefühl von allen seiten allein gelassen
worden zu sein. das ich nichts wert bin, nicht kann und ich niemandem
gründe gebe mich zu lieben weil ich ein arschloch bin. auch wenn ich von
vielen seiten höre, das man mich mag und das ich ein toller mensch bin -
ich glaube es nicht.
ich brauche dich
ach scheisse, ich weiß gar nicht was ich wie schreiben soll ohne das du
wieder denkst ich will dich angreifen. es fällt mir schwer alles zu
beschreiben - meine gefühle, meine gedanken, meine ängste ...
das verhasste gefühl, wenn ich mir selber weh tue - das gefühl ein loser
zu sein
oft frage ich mich welchen zweck ich hier habe.
im moment läuft eine klage gegen das land rheinland pfalz wegen dem
sexuellen missbrauch durch meinen stiefopa. erinnerst du dich an ***** ?
auch sie wurde von dem arsch begrabscht. aber dieses amt interessiert das
nicht. meine stiefmutter und stiefoma haben ausgesagt, das stimme alles
nicht und das reichte um den antrag abzulehnen.
jetzt habe ich eine nachbarin aus ***** gefunden, die mir bezeugt hat,
daß ihr oft die blauen flecken an mir aufgefallen sind, das ich von
zuhause weggelaufen bin und in einem zerrissenem nachthemd völlig verstört
zu denen kam.
ich will das alles nicht mehr. ich will das vergessen, verarbeiten,
auslöschen...
manchmal möchte ich mich auslöschen weil der druck so hoch wird
warum ich dir das alles schreibe ? ich weiß es nicht - vermutlich weil ich
gerade wieder mega sensibel und verletzlich bin und mich nach dir sehne
tut mir leid

Auf diese Antwort war ich nicht gefasst. Wobei es naiv von mir war, zu denken es gäbe eine andere Antwort. Aber ... die Hoffnung stirbt zuletzt!

Hallo *****,
ich finde das sehr gut, dass Du Dich endlich in Therapie begeben hast.
Die Diagnose Borderline, muss Dich doch eigentlich erleichtern. Das Dein Verhalten
in den vielen Jahren eine Krankheit ist und nicht Deine Schuld.
Seid Du die Mail geschrieben hast, habe ich versucht im Net etwas über die
Krankheit zu erfahren. Viele Deiner Verhaltensmuster werden mir natürlich jetzt
klar.
Leider kann ich Dir mit den Briefen nicht mehr helfen, ich habe sie vernichtet.
Warum? Weil ich emotional mit dem Thema abschliessen musste um mich selbst zu
Du musst aber bitte auch verstehen, dass ich Dich nicht mehr eng an mich herankommen
lassen kann. Ich muss mich und vor allem meinen Mann vor Belastungen schützen.
Nachdem ***** Deine Mail gelesen hat, hat er einen starken Anfall bekommen und
musste sich ins Bett legen.
Uns lässt dein Schicksal auf keinen Fall kalt, aber ich weiss nicht, wie ich
Dir helfen kann, ohne dass auch unser Leben darunter leidet.
Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Du mit Hilfe der Therapie Dein Leben in
den Griff bekommst und eines Tages glücklich wirst.
Deine Mutter

Bei oben besagter Therapiestunde habe ich meiner Therapeutin den Brief/Mail vorgelesen. Als ich geendet hatte sagte sie direkt: "Ihre Mutter will nichts mit Ihnen zu tun haben. Sie will Sie nicht!"
Obwohl mir das im tiefsten Unterbewusstsein klar war, musste ich doch ziemlich schlucken.
Meine Therapeutin meinte, diese Frau sei eine eiskalte Frau, sie bräuchte ihre Fernsehshow, müsse sich präsentieren und profilieren und ich hätte keinen Platz in ihrem Leben.
Ich erzählte meiner Therapeutin, daß meine Mutter nach der Trennung meines Vaters ein stark behindertes Kind bekommen hatte. Sie hat es weggegeben.
Mir hatte sie damals erzählt, die Belastung für sie und meine jüngere Schwester sei zu hoch gewesen.
Meine Therapeutin sagte: "Da haben Sie es doch. Ihre Mutter gibt ab! - Sie gibt die Verantwortung ab"
Soll mich das nun weiterbringen ? Das sind Therapiestunden in denen ich am liebsten alles hinschmeissen würde und darüber grübel, was ich hier noch verloren habe.
Ich habe einfach das Gefühl, keine Antwort ist befriedigend genug um meine Scheißgefühle wegzuwischen.
Und das Schlimmste - ich war sooo naiv zu glauben durch ihr "Ich wünsche Dir von ganzem Herzen..." , liegt ihr etwas an mir.
Sie schrieb auch, sie hätte sich im Netz informiert ... warum werde ich dann das Gefühl nicht los, daß es meine Schuld ist, daß ihr Mann einen Anfall bekommen hat ?
Wobei klar - es ist ja meine Krankheit und nicht all die Jahre meine Schuld!
Aber sie haben mich all die Jahre so behandelt als sei es meine Schuld!!!!

Dienstag, 8. Februar 2011

Brief an meine Mutter

Hallo Welt
Das Denken läßt mich einfach nicht los - keine Minute Verschnaufpause!
Denken an gegenwärtiges, denken an vergangenes ...
Vergangenes ...
Vor einigen Jahren (ca. November 2008) hatte ich einen Brief an meine Mutter geschrieben.
Abgeschickt habe ich ihn nie - habe mich nicht getraut, fühlte mich nicht berechtigt dazu ihr subtil doch diese Vorwürfe zu machen.
Viel anders würde ich den Brief heute auch nicht schreiben (eher noch einige Gedanken dazu) und ich denke, er gehört einfach auf diesen Blog - zum Rest meines Lebens ...


Hallo Mama

Lange Zeit habe ich jetzt überlegt, ob ich solch einen Brief überhaupt schreiben soll – ob es überhaupt etwas bringt, Dir einen solchen Brief zu schreiben.
Mir gehen sehr viele Dinge durch den Kopf die Dich betreffen und ich denke, die solltest Du auch wissen.
Wo fange ich an? Am besten bei der Scheidung von Papa und Dir.
Ich bin selber Mutter und kann nicht nachvollziehen wie eine Mutter, die ihr Kind liebt, es weggeben kann. Oder liebst Du mich nicht?
Du hast in Berlin mal versucht es mir zu erklären – zu dem Zeitpunkt war ich mit der Antwort zufrieden, einfach aus dem Grund weil ich meine Mutter wiederhatte.
Mittlerweile bin ich mit der Antwort nicht mehr zufrieden und würde gerne die wahren Gründe von Dir erfahren.
Mag sein, dass mein Brief im weiteren Verlauf anklagend klingt, mag sein das ich im weiteren Verlauf egoistisch wirke – sieh es nicht als Angriff, sondern nur als unbeantwortete Fragen einer Tochter an ihre Mutter.
Gut, ich bin ohne Mutter aufgewachsen. Ich hatte Stiefmütter die mehr als prägend waren.
Ich hatte einen Stiefopa, der mich als kleines Kind missbraucht hat und meine Kindheit war gelinde gesagt fürn Arsch!
Bei unserem letzten Telefonat (keine Ahnung wie lange das schon her ist) hat Du mir gesagt, ich sei selber Schuld, dass Du mich weggeben hast, so wie ich wäre. Wie bin ich denn? Wie ist denn ein Kind mit 2 Jahren?
Als Du damals nach Berlin gekommen bist, war die Welt für mich plötzlich wieder in Ordnung. Ich hatte das was ich mir immer gewünscht hatte – eine Mutter.
Aber Mama, wirklich geliebt gefühlt, habe ich mich nie von Dir.
Du bist zwar ein fröhlicher Mensch und allen gegenüber aufgeschlossen, aber Du warst zu mir immer sehr reserviert.
Ich habe es immer vermisst mal richtig in den Arm genommen zu werden, stattdessen hast Du mir ein Bussi aufgedrückt und mich an der Schulter gehalten.
Dann kam der Zeitpunkt, dass Du alle Hebel in Bewegung gesetzt hast, damit ich nach Dortmund ziehe.
Ich war so happy – mein Harmoniebedürfnis wurde gestillt – denn Harmonie gab es in meinem Leben nicht wirklich.
Also zog ich nach Dortmund mit dem Gedanken: dort ist Deine Familie, dort hast Du Schutz und Rückenhalt – dort bist Du zuhause.
Die erste Zeit war es auch ganz ok – ich denke die Euphorie über die wieder gefundene Familie stand an oberster Stelle und ließ manches in einem anderen Licht erscheinen.
Manchmal habe ich Dich dann darauf angesprochen, dass ich mich fühle wie das 5. Rad am Wagen. Du hast es abgetan und gesagt, das sei so nicht. Doch dieses Gefühl bin ich nie losgeworden und es zeigt mir einfach, dass mein Bauchgefühl mich nicht getrübt hat.
Irgendwann hat es dann geknallt und was dann alles passierte will einfach nicht in meinen Kopf.
Ich versuche es mal so zu erklären – wenn mein Kind Bockmist baut, rede ich mit ihr darüber und stehe dennoch in der Öffentlichkeit voll und ganz hinter ihr, denn ich liebe mein Kind über alles.
Du Mama hast mich fallen lassen wie eine heiße Kartoffel – wie ein lästiges Geschwür, welches man so schnell wie möglich loswerden will.
Im Internet hast Du verbreitet, ich hätte Deine Homepage gehackt um mich an Dir zu rächen.
Ich habe in einem Brief alles aufgeschrieben was mich bewegt – und ich habe über 1!! Jahr auf eine Antwort gewartet (die ich bis heute noch nicht erhalten habe).
Als ich dann in meinem Forum etwas zu dem Thema geschrieben habe (ich habe nicht mal Deinen Namen genannt , geschweige denn Deine Initialen benutzt), da bist Du aktiv geworden und kamst mit diesem bescheuerten Brief und der Anwaltsdrohung.
Warum hast Du nicht vorher mal reagiert? Warum hast Du nicht auf meinen Brief geantwortet und meine Gefühle einfach mit Füssen getreten?
Als es dann zu dem besagten Telefonat kam, hast Du behauptet ich würde Dir den Kontakt zu Deinem Enkelkind verbieten. Das stimmt nicht und das weißt Du auch. Ich habe den Brief vorher auf einen Schmierzettel geschrieben bevor ich ihn ins Reine geschrieben habe und dort stand lediglich, dass Du der Kurze nicht die gleich leeren Versprechungen machen sollst wie mir.
Denn ich weiß genau wie weh es tut, wenn man einer Person vertraut und fallen gelassen wird.
Und dieser Eindruck hat sich nur noch mehr verstärkt – denn seit meinem Brief in welchem ich schrieb, dass ich nicht möchte, dass Du mein Kind im Fernsehen nennst oder Photos zeigst, seitdem hört mein Kind nichts mehr von seiner Oma.
Du warst nicht bei ihrer Einschulung (die Maus kommt bald schon in die 3.Klasse) und Du hast Dich auch sonst nie gemeldet.
Selbst wenn Du sagst, ich hätte es Dir untersagt: wenn ich einen Menschen so liebe, dann suche ich Mittel und Wege um mit ihm in Kontakt zu treten.
Liebst Du uns nicht Mutti?
Der endgültige Beweis dafür, dass ich Dir scheißegal bin war der als mir FREMDE Menschen im Internet erzählt haben, dass Oma gestorben ist.
Du hast mir nicht mal die Möglichkeit gegeben mich von ihr zu verabschieden!
Und wenn Du das jetzt liest und Dir denkst, "ja die hat sich ja auch nicht mehr gemeldet" - stimmt, ich habe mich nicht gemeldet so wie sich auch niemand anderes bei mir gemeldet hat und ich einfach das Gefühl hatte, dass Du die gesamte Familie gegen mich aufgehetzt hast.
Denn es war immer Deine Familie, nicht meine.
Als ich dann auch wieder via Internet von Deiner Krebserkrankung erfuhr, war mir klar, dass ich keinen Platz in Deinem Herzen habe, nicht mal einen klitzekleinen.
Nimm es jetzt bitte nicht als Vorwurf, ich finde es schrecklich was Dir passiert ist – jetzt das große „aber“: denkt man dann wenn man alles überstanden hat nicht auch an seine Kinder? Ob es sie genetisch bedingt nicht auch treffen könnte?
Ich verstehe das alles nicht und ich denke, dass hier auch noch massig Punkte fehlen die mir in Kopf rumschwirren, aber ich möchte an dieser Stelle einfach mal enden.
Ich würde mir von Dir wünschen, dass Du über das Geschriebene sachlich nachdenkst (ich weiß wie schnell Du aufbrausend sein kannst wenn Du Dich angegriffen fühlst).
Und vielleicht hälst Du es ja auch für wichtig genug Deine Tochter nicht länger im Unklaren zu lassen und magst mir dann auch ein paar Zeilen schreiben.

Alles Liebe