Dienstag, 10. November 2009

Ein Bild, welches mich bewegt...




Bei meinem Arzt im Wartezimmer hängt ein riesiges Bild in der Mitte des Raumes.
Jedes Mal wenn ich dort bin, bin ich fasziniert von diesem Bild.
Ich entdecke immer etwas Neues dadrauf.
Aber am meisten beschäftigt mich,daß ich mich mit dem Bild zur Zeit sehr identifizieren kann.
Das oben rechts in der Ecke bin ich:
eine rothaarige Frisur - ohne Gesicht!
In den letzten Monaten und Wochen hat sich so viel verändert (auch durch die Medikamente), daß ich zur Zeit einfach nicht weiß wer ich bin. Gesichtslos eben.
Das Bild verrät auf den ersten Blick ein absolutes Chaos - mein Leben.
Und erst bei genauerem Hinsehen erkennt man Details, kann Kleinigkeiten analysieren.
Ich finde dieses Bild einfach nur klasse :)

Zum Vergrößern anklicken!

Dienstag, 13. Oktober 2009

noch mehr Lügen...



Nach dem heutigen Tag kann ich mehr als 100%ig nachempfinden warum soviele Opfer schweigen. Warum soviele Opfer sich niemandem anvertrauen und alles Erlebte in sich hineinfressen.
Nach diesem Tag heute ist meine Welt komplett in sich zusammengebrochen.
Die Fortschritte, welche ich mit Hilfe der Medikamente bis dato gemacht habe - weg!
Jetzt heißt es erneut von vorne anfangen.
Wieder sammeln, zur Ruhe kommen, die Tränen und die Verzweiflung zur Seite schieben und weiter kämpfen.
Kämpfen bis zum Umfallen!
Was passiert ist?
Ich habe heute Post meines Anwalts bekommen mit den Anwaltskopien des Erzeugers/Täter/Vermieter.
Sein Dementi zur gestrigen Gerichtsverhandlung.
Da das Schreiben sehr lang ist, habe ich hier nur einen Auszug aus den anwältlichen Erklärungen, welche ich am heftigsten empfand:

Ich weiß nicht was ich schlimmer finde - mich als Lügnerin hingestellt zu sehen was die Gewalt in meiner Kindheit betrifft oder die Aussage, daß ich angeblich mit Absicht den Erzeuger/Vermieter/Täter verletzt haben soll.
Vielleicht reagiere ich über, aber anhand der drei Aussagen fühle ich mich als werfe man mir vor, ich hätte versucht den Erzeuger/Täter/Vermieter umzubringen!!!
Tatsache ist, wie ich ja schon berichtet hatte, daß ich in Panik versuchte mich mit dem Rücken an ihn gewandt mich aus dem Raum zu quetschen.
Weder habe ich hinten Augen um gezielte Schläge auszuführen noch bin ich anatomisch so gut bewandert um zu wissen wo die Leber sitzt.
Ich weiß, daß ich mich nicht rechtfertigen muß, aber jetzt ist wieder genauso eine Situation wie ich sie in meiner Kindheit tausende Male hatte - ich werde als Lügnerin hingestellt!
Als ausgeflippte, hysterische Irre!
Der folgende Auszug ist die eidesstattliche Erklärung des Freundes des Erzeugers/Täter/Vermieter.
Wie schon hier berichtet, hatte der Erzeuger/Täter/Vermieter ja seinen Kumpel instruiert zu sagen, daß ich ihm den Ellbogen in die Seite geschlagen hätte.
Was dieser jetzt auch folgsam beeidigt!
(Wieviel steht auf Meineid??????)

Der krönende Abschluß aber bildet die eidesstattliche Erklärung des Erzeugers/Täter/Vermieter.
Ich denke, ich muß hier nicht ausführlich etwas dazu schreiben - der Text spricht Bände:



Montag, 12. Oktober 2009

Trotz Gutachten - einstweilige Verfügung abgelehnt!



Heute war die Verhandlung wegen der einstweiligen Verfügung.
Mein Anwalt hatte gefordert, daß sich der Erzeuger/Vermieter/Täter mir sich nicht unter 50 Metern nähern dürfe, sowie keinen persönlichen Kontakt zu mir aufnehmen dürfe.
Desweiteren solle das Schloß vom Gartentor entfernt werden da es eine Behinderung meiner Bewegungsfreiheit darstelle.
Von meinem Arzt erhielt ich folgendes Gutachten:




Dennoch war das Gericht der Meinung, da der Erzeuger/Vermieter/Täter ja 200km von mir entfernt wohne und sicherlich nicht die Absicht habe hier täglich im Objekt zu erscheinen - das eine einstweilige Verfügung wie sie beantragt wurde nicht von Nöten ist...
Was das Gartentor betreffe:
Dieses sei nicht ausdrücklich mitvermietet und bleibt somit verschlossen.
Die ganzen mündlichen Absprachen mit meiner Oma (wie Gartennutzung etc.) seien nicht schriftlich zu beweisen und haben somit auch keine Gültigkeit...

Das muß ich jetzt erst mal verdauen!

Freitag, 2. Oktober 2009

Angst



Heute ist mal wieder so ein Tag!
In meinem letzten Posting hatte ich ja den Brief erwähnt - mit Nettigkeiten gespickt.
Für mich ein absolutes Armutszeugnis - der Vermieter/Erzeuger/Täter weiß wohl nicht mehr weiter in seiner Mission, mich aus dem Haus zu vertreiben.
Besonders liebevoll finde ich die Passage über meine Figur:



Der Termin für die Hausbesichtigung ist heute um 15 Uhr.
Mein Anwalt hat gemeint, es reiche vollkommen aus die Besichtigung für eine Stunde zuzulassen.
Ich bin total nervös und hoffe das ich nicht einen erneuten Zusammenbruch bekomme.
Am liebsten würde ich diesen Menschen nie mehr wiedersehen müssen.
Zum Glück kommt gleich eine liebe Freundin her und bleibt bis zum Ende der Besichtigung.
So bin ich nicht alleine und habe auch gleichzeitig eine Zeugin falls ich dem Vermieter/Erzeuger/Täter wieder angeblich meinen Ellbogen in den Magen schlagen sollte ...

Vor kurzem habe ich dann einen weiteren (für mich riesig großen) Schritt gewagt:
Ich habe (bzw. mein Anwalt) eine einstweilige Verfügung gegen meinen Vermieter/Erzeuger/Täter bei Gericht beantragt.
Wenn der Antrag durch ist, darf er sich mir nicht unter 50 Metern nähern und auch keinen persönlichen Kontakt zu mir aufnehmen.
Der Termin dafür ist am 12. Oktober 2009
Dank meines Arztes muss ich aber nicht persönlich vor Gericht erscheinen, sondern werde durch meinen Anwalt vertreten.
Darüber bin ich echt froh.
Ich würde das momentan nicht durchstehen.
Und ich habe Angst!
Angst, daß der Psychoterror jetzt erst recht losgeht weil "er" angepisst ist wegen der Verfügung.
Aber es musste etwas passieren.
Ich will nicht weiter leiden ...

Mittwoch, 9. September 2009

Freund und/oder Helfer ? Oder nichts von beidem ?



Das einen die Vergangenheit einholt, das ist so ein Spruch den vermutlich jeder schon mal gehört hat.
Aber das die Vergangenheit einen wie ein Riesenkraken umklammert ...
Heute war wieder ein Tag an dem alles nicht so verlief wie es geplant war.
Der Vermieter/Erzeuger/Täter hatte sich terminlich für 17:30 Uhr angekündigt um mit Kaufinteressenten das Haus zu besichtigen.
Soweit so gut - das ist eine Angabe mit der man etwas anfangen kann und auf die man sich seelisch einrichten kann.
Nun war es ca. 11 Uhr am Vormittag als ich ahnungslos im meinem Wohnzimmer saß. Da ich in der festen Annahme war, ich sei alleine in MEINER Wohnung, war ich auch nur leicht bekleidet aufgrund der Wärme.
Plötzlich stand der Vermieter/Erzeuger/Täter in MEINEM Flur in MEINER Wohnung.
Ich war wie gelähmt und konnte gar nicht richtig reagieren - und sah zu allem Überfluss auch noch den Markler um die Ecke linsen, bzw. er sah mich in meiner leichten Bekleidung.
Wie entwürdigend!
Ich teilte dem Vermieter/Erzeuger/Täter mit, das der ausgemachte Termin erst für 17:30 Uhr anberaumt sei. Er ignorierte mich und teilte mir mit, er könne den Rest zeigen wann er wolle.
In meiner Unwissenheit rief ich meinen Anwalt an um mich zu erkundigen ob das alles so rechtens sei.
Er riet mir die Polizei anzurufen was ich dann auch tat.
Der Beamte am Telefon teilte mir mit, daß der Vermieter als Eigentümer das Recht hätte sich im Haus aufzuhalten und ich nichts dagegen tun könne solange er meine Wohnung nicht mehr betrete.
Okay...
Nach einem Blick aus dem Fenster sah ich dann einen riesigen Container vor unserer Haustür.
Also bin ich in den Keller gegangen um nachzuschauen und stellte fest, das sämtliche Türen offenstanden, Festbeleutung, ein fremder Mann mähte in unserem Garten den Rasen...
Als mir dann noch ein Fremder im Keller entgegenkam fragte ich ihn wer er sei und was er in unserem Keller zu suchen habe.
Er teilte mir zwar nicht seinen Namen mit, aber erklärte mir das er meinem Vermieter/Erzeuger/Täter helfe den Keller zu räumen.
Keller räumen ???
Dazu muss ich etwas ausholen:
Als meine Oma verstarb forderte der Vermieter/Erzeuger/Täter uns auf, wenn wir in dem haus wohnen bleiben wollten, müssten wir auch Omas Wohnung leerräumen.
Gesagt getan - alles ausgeräumt, in Müllsäcke verstaut und in den Keller gestellt - ein Container sollte dann irgendwann bestellt werden.
Nach mehrfachem Nachfragen passierte auch weiterhin nichts. Für einen Container sei kein Geld da.
Da der große Kellerraum nun voller Müll von Oma stand mussten wir unsere Sachen auf die kleineren Kellerräume verteilen.
Und genau diese sollten jetzt geräumt werden!
Also rief ich wieder meinen Anwalt an - da er im Gericht war, riet mir seine Kollegin Fotos von unseren Dingen im Keller zu machen.
Also wieder hinunter in den Keller, mit Fotoapparat bewaffnet.
Nachdem ich den ersten Raum fotografiert hatte, stand mein Vermieter/Erzeuger/Täter hinter mir und teilte mir mit, was mir gehöre habe ich sofort und unverzüglich zu entfernen.
Ich bat ihn mich in Ruhe zu lassen und ging zum nächsten Raum.
Er lief wieder hinter mir her und teilte mir mit ich solle wohl besser meinen Anwalt anrufen.
ich bat ihn erneut mich in Ruhe zu lassen, da mein Psychater mir geraten hat jeglichen Täterkontakt zu vermeiden.
Es kam ein höhnisches: "Ach du hast einen Psychater? Das ist ja schön!"
ich ignorierte ihn und ging in den Schimmelraum um auch dort Fotos zu machen.
Er rief seinen Kumpel hinzu und versperrte mir die Tür.
Als ich durch wollte, stemmte er die Arme gegen den Türrahmen sodaß ich nicht durchkonnte und meinte: "So und jetzt noch mal vor Zeugen..."
Ich bekam voll Panik und versuchte mich mit dem Rücken zu ihm gewand an ihm vorbeizuzwängen.
Da wir beide keine Gazellen sind geriet er leicht aus dem Gleichgewicht und schwankte leicht gegen den Türrahmen.
Woraufhin er sofort rief:
"Leon (Name geändert), Du bist Zeuge- die hat mir ihren Ellenbogen in den Magen geschlagen!"

Fix und fertig mit den Nerven und mittlerweile hyperventilierend schaffte ich es gerade noch meine Freundin anzurufen und den Arzt zu informieren.
Meine Freundin kam direkt von der Arbeit her um die Polizei zu informieren.
Der Beamte am Telefon (diesmal ein anderer als zuvor bei mir), teilte mit das der Vermieter nicht einfach unsere Dinge aus dem Keller entsorgen dürfe und auch nicht einfach in meine Wohnung gehen dürfe und wir eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch stellen könnten.
Er wolle jetzt einen Streifenwagen vorbeischicken.
Über eine Stunde später kam dann auch besagter Streifenwagen und wir wägten uns schon in Sicherheit.
Ja Pustekuchen!
Da steht dort ein großer stattlicher Mann mit einer ruhigen tiefen Bassstimme und redet mit den netten Herren von der Polizei und schwupps:
Wir sind die Idioten!
Ja, meinte dann der eine Beamte, ob es nicht etwas KLEINLICH von mir sei so einen Aufriss zu machen weil der Vermieter kurz in meiner Wohnung stand.
Wie bitte ?????????
Ich teilte ihm mit das er wohl kaum die Hintergründe kenne.
Nun mischte sich der andere Beamte noch ein und meinte, naja es sei doch so - ich hätte ja auch verletzt in der Wohnung liegen können! Waaaaaaaaaaaaas?????
Falscher Film?
Warum sollte ich verletzt in meiner Wohnung liegen? Was hat das mit dem Thema zu tun? Und vorallem wieso sollte es meinen Vermieter/Erzeuger/Täter interessieren ob ich verletzt in meiner Wohnung liege ?
Ihn hat ja auch nicht interessiert ob ich beim sexuellen Missbrauch durch seinen Schwiegervater verletzt werde!!!
Das habe ich natürlich nicht laut ausgesprochen. Habe meiner Freundin gesagt, ich könne nicht mehr und würde jetzt gehen und die Klinik anrufen.
Später dann erzählte mir meine Freundin, daß die Polizisten wohl etwas irritiert waren und mein Vermieter/Erzeuger/Täter daraufhin selbstmitleidig erzählte, ja seine Tochter habe psychische Störungen und sie rede ja auch nicht mehr mit ihm.
Und er habe ja nie vorgehabt meine Sachen zu entsorgen, er würde das ja aussortieren.
Und was das Auftauchen in meiner Wohnung beträfe - er habe schon aus dem Hausflur aus gerufen...
Dann fragte er noch ob er denn nun eine Straftat begangen habe, was die Beamten verneinten.
Daraufhin grinste er meine Freundin triumphierend an, drehte sich um und ging zu seinem Kumpel um sich mit dem erst mal kringelig zu lachen.
Herzlichen Glückwunsch!
Die beiden Beamten kamen dann noch in meine Wohnung um zu fragen ob ich jetzt eine Anzeige machen wolle oder ob es vielleicht nicht doch zu banal war...
Ich erklärte ihnen das ich mich in psychatrischer Behandlung befände wegen dieses Menschen und das mein Arzt mir geraten hat dem Täter zu meiden und dann stünde der Täter plötzlich in meiner Wohnung. Wie sie da reagiert hätten, fragte ich, woraufhin beide etwas ratlos dreinblickten.
Von dem "netten" Schreiben was der Vermieter/Erzeuger/Täter meiner Freundin dann später noch in die Hand drückte, berichte ich an einem anderen Tag.
Für heute habe ich fertig - ich kann nicht mehr!

Sonntag, 23. August 2009

Hilfe annehmen können



Heute möchte ich aus aktuellem Anlaß mal darüber schreiben, wie wichtig es ist Hilfe auch anzunehmen.
Viele Überlebende scheinen irrtümlicherweise immer noch der Meinung zu sein, daß sie allein mit sich im stillen Kämmerlein mit ihrem Mißbrauch und der erfahrenen Gewalt umgehen können.

Ich selbst habe lange Zeit gebraucht um einzusehen, das dem nicht so ist. Man kann es nicht allein schaffen!
Man kann sich eine Mauer aufbauen, kann sich im Vergessen üben, alles in Schubladen verstecken aber irgendwann holt einen die Vergangenheit doch ein.

Erst heute musste ich am eigenen Leib erfahren wie gefährlich es sein kann, seinen wunden Punkt öffentlich zu stellen.

Verbitterte Sprüche , welche ich mir anhören musste,wie : "steig von deiner Welle aus Selbstmitleid runter", "du bist arrogant", "du fühlst dich als was besseres", "dir ist nicht mehr zu helfen" etc. ...
... beweisen mir wieder einmal mehr, wie wichtig die Hilfe von Profis ist!


Drum ihr Lieben, traut euch euch helfen zu lassen.
Wendet euch an euren Hausarzt eures Vertrauens, den Weißen Ring, einem Krisenzentrum in eurer Stadt oder ähnlichen Enrichtungen.
Niemand dort wird euch als Lügner hinstellen oder eure Probleme herrunterospielen.

Traut euch!

Samstag, 22. August 2009

Teil 8 - Liebesentzug und andere Grausamkeiten




Von wirklichem Liebesentzug kann man eigentlich gar nicht sprechen, denn wo nichts ist kann man auch nichts entziehen.
Fakt war, ich fühlte mich wie ein Klotz am Bein meiner Familie.
Mein kleiner Bruder hatte Narrenfreiheit und war der süße geliebte Kronprinz der Sippe.
Sobald er sprechen konnte, zollte er mir seinen nicht vorhandenen Respekt mit Sprüchen wie "Pissnelke" und anderen Nettigkeiten.
Naja irgendwie kann ich es dem kleinen Scheißer nicht verübeln - er hat es ja nicht anders gelernt!

Einmal hatte ich so einen kleinen Zauberwürfel (wie es sie in den 80ern zu Hauf gab). Ich drehte den ganzen Tag an diesem kleinen Ding rum - eine herrliche Ablenkung zu versuchen alle Seiten des Würfels wieder einfarbig zu bekommen.
Mein kleiner Bruder fand das sehr interessant und wollte diesen Würfel haben.
Da ich aber aus Erfahrung wusste, daß das kleine verwöhnte Prinzchen alles kaputt macht was es in die Finger bekommt, wollte ich meinen Schatz nicht hergeben.
Er fing an zu toben und zu schreien bis Mami aus dem Schlafzimmer gestürmt kam.
Mit einem wütenden :"Ich will schlafen!" knallte sie mir eine mitten ins Gesicht, riss mir den Würfel aus der Hand und gab ihm meinem Bruder.
Das kleine feist grinsende Gesicht muss ich wohl nicht extra beschreiben...

So lief es mit allen Dingen. Mein kleiner Bruder wusste genau wie er seinen Willen durchzusetzen hatte und das nutzte er auch schamlos aus. Er wusste ja, daß ich immer die Verliererin war. Blut ist eben doch dicker als Wasser (ein Spruch den meine "Omi" später mal meiner leiblichen Oma am Telefon drückte.)

Um wenigstens ein paar Zärtlichkeiten zu bekommen, musste ich mich schon anstrengen.
Für eine halbe Stunde Mami massieren bekam ich 1x Rücken hoch und runter mit Mamis Fingernägeln. Mehr war nicht drin.
Die restlichen "Zärtlichkeiten" bekam ich ja schon von Opi ... sorry für meinen Sarkasmus, ich kann anders damit nicht umgehen ohne ....egal...

Als meine Eltern mal nicht da waren und ich wieder mal überlegte wie ich mich bei ihnen in Erinnerung bringen konnte, kam mir die Idee: ich backe ihnen was Tolles!
Gesagt getan - Rezept gewählt und losgelegt.
Ich war so stolz auf meine tolle Idee - das würde ihnen bestimmt gefallen.
Leider war ich als Kind nicht die beste Bäckerin und so passierte es, daß meine tollen Kekse alle ineinanderliefen und eine breite Masse sich über das Backblech ergoß.
Ok, es war nicht perfekt, aber die gute Absicht musste doch erkennbar sein.
Meine Eltern kamen nach Hause und ich präsentierte ihnen voller Stolz mein etwas misslungenes Backwerk.
Doch anstelle der erwarteten Freude bekam ich eine Tracht Prügel weil ich ohne zu fragen an den Herd gegangen bin und auch noch das Blech versaut habe.
Mission Überraschung nicht gelungen!
Selbst zum Backen war ich zu blöd.

Das Leben in dieser Familie wurde für mich immer schwieriger und ich kappselte mich immer mehr ab. Entweder verbrachte ich meine Zeit im Keller oder streunte alleine durch die Wälder.
Eines Tages machte ich dann eine Entdeckung...
Meine Mami hatte eine wesentlich jüngere Freundin mit der sich oft etwas unternahm. Diese Freundin hatte einen noch jüngeren Bruder der aussah wie David Bowie. Er war gerade mal volljährig und der Schwarm aller Mädchen im Dorf.
Die beiden waren oft bei uns.
Unsere Küche hatte zwei Türen - die eine führte vom Flur aus in die Küche, die andere Tür zum Esszimmer wieder hinaus.
Ich kam vom Flur rein und suchte Mami, als ich komische Geräusche aus der Küche hörte. Aus Angst vor Ärger schlich ich mich ganz leise zur Tür und konnte beobachten wie Mami und "David Bowie" sich so küssten wie es eigentlich Eltern tun.
Ich war total geschockt!
Was tat sie da ? Wusste mein Papa das ?
Meine Erfahrung sagte mir, über sowas darf man nicht sprechen - es sei denn man bettelt regelrecht um Schläge.
Also nahm ich dieses Geheimnis in mich auf und verlor nie ein Wort darüber...

Meine Reaktionen jedoch wurden immer provokanter. Ich widersetzte mich fast jedem Verbot.
Ein Verbot war: wenn Mami und Papa nicht zu Hause waren, blieb der Fernseher aus!
Mami hielt sowieso alle Kindersendungen für Schwachsinn und so war es nicht verwunderlich das diese Sendungen erst recht einen großen Reiz auf mich ausübten.
So auch an diesem bestimmten Tag ...
Ich saß im Esszimmer vor der Glotze und genoß es alleine zu sein. Plötzlich hörte ich das Auto meiner Eltern und machte panisch den Fernseher aus. Sie kamen viel zu früh!
Schnell noch das Esszimmer etwas aufräumen - da waren sie schon.
Ich versuchte mit meinem liebenswürdigsten Lächeln ein Hallo rauszubringen, als Mami schon schnurrstracks auf den Fernseher zuging und ihre Hand drauflegte.
Wütend drehte sie sich um und knallte mir eine. Ich wusste gar nicht wie mir geschah - der Fernseher war doch aus. Wie um alles in der Welt konnte sie wissen, daß ich fern gesehen hatte? (naja heute weiß ich es...)
So ergab eins das andere ... ich versuchte natürlich mich mit kindlich dummen Ausreden zu retten. Mein Papa knallte mir so heftig ins Gesicht, daß ich rückwärts taumelte, mit dem Kopf gegen ein sechseckiges Schränkchen knallte und letztendlich mit dem Kopf auf dem harten Mamorfussboden aufschlug.
Mein Pech: dabei riss ich den geliebten Farn von Mami, welcher auf den Schränkchen stand mit solch einer wucht runter, das sie ihn nicht mehr retten konnte. Das brachte mir noch mal eine extra Tracht Prügel ein!

Samstag, 8. August 2009

von Erzeugern und anderen Terroristen



Ich merke gerade selber wie sich meine schöne selbstaufgebaute Struktur verabschiedet. Eigentlich wollte ich auf diesem Blog meine Vergangenheit aufarbeiten - jedoch lassen die "Geister" meiner Vergangenheit auch meine Gegenwart nicht in Ruhe!
Daher möchte ich heute mal etwas über meinen Erzeuger schreiben, denn dieser terrorisiert mein Leben im Moment am prägnantesten.
Einiges habt ihr ja schon über ihn gelesen - zumindest das er wohl einen großen Verschleiß an Frauen hat/hatte.
Der Vergangenheit widme ich mich später - ich hole mal aus ins Jahr 1988 als ich das erste Mal wegen einer unschönen OP aus Berlin zurückkam.
Damals hatte ich eine süße schnucklige Katze: Lisa
Ich hatte sie damals aus dem Reitstall meiner Freundin mitgenommen und liebte sie heiss und innig.
Mein Erzeuger fand sie ätzend, da sie ihm immer wieder auf sein geliebtes Wildschweinfell pinkelte. Als Gegenmaßnahme stopfte er sein Schrotgewehr mit Reiskörnern und schoß auf meine Lisa! Das sie das Pinkeln daraufhin nicht aufgab, war irgendwie klar...
Folge war: ich musste Lisa abgeben!
Nachdem ich ein supertolles neues Zuhause auf dem Bauernhof des Vaters meines damaligen Freundes gefunden hatte merkte ich das ich so ganz ohne Katze nicht sein wollte ...
Also landete wie durch Zauberhand ;) ein kleiner roter Kater in meinem Reisegepäck.
Wieder zuhause angekommen stellte ich den kleinen Kerl stolz meinem Erzeuger vor.
Wenige Tage später musste ich nach Berlin zu meiner OP und bat meinen Erzeuger darum sich ums Katerchen zu kümmern.
Als ich dann aus Berlin zurückkam, war mein Katerchen verschwunden. Im Kühlschrank befand sich ein hartes Stück Käse und 3 Weinflaschen. Super Empfang!!
Mir blieb nichts anderes übrig als mir bei meiner Nachbarin Essen zu schnorren.
Als der Herr dann Sonntags mit seiner neuen Gespielin wieder auftauchte, teilte diese mir süffisant mit, das das Katerchen ja soooooooooooooooooooo süß sei und sie ihn nie wieder hergeben würde!
Ich hasste sie jetzt schon!

Dann nicht mal ein Jahr später zog ich nach Berlin.
Anfangs war es sehr schwer für mich, da ich unbedingt mein Abitur zuende machen wollte. Aus akuter Geldnot heraus fragte ich meinen Erzeuger, ob er mir 200DM leihen könne. Ich wollte das Geld nicht mal geschenkt haben, nur geliehen um übers Gröbste hinwegzukommen.
Ich bekam einen Brief von ihm in welchem u.a. stand:

"Wäre Deine Mutter damals nicht zu faul zum arbeiten gewesen und hätte nicht absichtlich die Pille vergessen, dann hätte ich das Problem *mein Name* jetzt nicht!"

Rums!!! Feierabend! Das war zuviel für mich und ich beschloß den Kontakt zu diesem liebenswürdigen Menschen einzustellen.
Doch die Rechnung hatte ich ohne meine Oma gemacht, die schon immer starken Einfluss auf mich hatte mit ihrer herrischen Art. Sie erzählte mir, das könne ich doch nicht machen, es sei schliesslich mein Vater und überhaupt Familie, blabla...
Als dann zu meinem Geburtstag ein Telegramm von meinem Erzeuger und seiner Tusse kam,war meine gute Erziehung der Meinung, naja bedanken müsse man sich wenigstens ja mal.
Und so war der eigentlich eingestellte Kontakt wieder hergestellt.


So plätscherten die Jahre dahin und ich redete mir allen Ernstes ein, ich hätte ja doch ein tolles Verhältnis zu meinem "Papa" - immerhin war er ja der einzige der mir von meinen Eltern geblieben war ... blaaaaaa

Dann zog ich (nach falschen Versprechungen meiner ErzeugerIN- dazu später mehr in einem anderen Thread) 2003 wieder zurück nach NRW in das Haus meiner Oma.
Dort pflegte ich sie bis zu ihrem Tod vor knapp 2 Jahren.
Das Haus fiel somit erblich bedingt in die Hände meines Erzeugers.
Herzlichen Glückwunsch!

Da ich keine fremden Leute mit im Haus haben wollte, bat ich meine Freundin mit hier einzuziehen. Ich bewohne mit meiner Tochter die obere Etage und sie machte einen Mietvertrag für die untere Etage. So hatten wir das Haus für uns.
Mein Erzeuger kassiert für eine Bruchbude mit alten Rohren, kaputten Thermen, undichten Fenstern und diesem Schimmel im Keller:


800 Euro Kaltmiete!
Nun gut, wir waren erst mal froh Oma's Haus gerettet zu haben und liessen uns auf alle möglichen komischen Versprechungen ein. Beispielsweise sollten wir das Grab seiner Mutter pflegen und das 800m² große Grundstück alleine in Schuß halten.
Dafür wolle er uns mit der Miete entgegenkommen.
Pustekuchen!
Stand der Dinge ist nun, daß er meiner Freundin gekündigt hat weil sie den Garten nicht wie vereinbart macht (er kommt uns ja auch nicht mit der Miete entgegen und beseitigt nicht die Mängel).
Nachdem ich nun versucht habe zu vermitteln und ihn im März diesen Jahres anrief um ein normales Gespräch unter Erwachsenen zu führen , wurde ich direkt angeblafft er ließe sich nicht mehr ausnutzen und wir seien Mietnomaden O_O
Hö ???
Mich bringen solche Gespräche immer sehr aus dem Gleichgewicht und ich war schon noch wenigen Minuten wieder fix und fertig mit den Nerven. Ich könne mir auch gleich eine neue Wohnung suchen hieß es.
Aha!
Als ich ihn dann fragte, ob er auch mal an sein Enkelkind denke was ja hier sein zuhause habe, sagte er mir:

"Hör endlich auf deinen sexuellen Missbrauch als MASCHE zu nehmen um anderen immer die Schuld zuzuweisen! Suche die Schuld mal bei dir!"


So- Oma ist tot - keiner kann mir mehr irgendetwas einreden vonwegen Familienzusammenhaltsscheisse - endgültig Feierabend!
Die Reaktion kam prompt. Das Haus in dem ich aufgewachsenen bin größtenteils, in welchem ich die letzten 6 Jahre mit meinem Kind gelebt habe wird verkauft!
Die Nachbarn haben schon zu Lebzeiten meiner Oma nicht begriffen wie ich die volle Miete zahlen musste und sind jetzt noch entsetzter was mein Erzeuger hier abzieht.
Wir kommunizieren mittlerweile nur noch über unsere Anwälte und selbst das ist mir psychisch zu viel.
Ich möchte abschliessen - möchte den Namen und das Gesicht von dem aus meinem Gehirn brennen.
Freitag bekam ich erneut ein Schreiben meines Anwalts - darin hiess es, ich würde den Verkauf des Hauses boykottieren in dem ich die Katzenklos nicht sauber machen würde. Hä??????????
Gehts noch?
Abmahnung seines Anwalts - ich habe die Katzenklos zu entfernen und mich vertragsgerecht zu verhalten.
Welcher Vertrag ? Der Mietvertrag den ich mit meiner Oma abgeschlossen habe? Denn er hat es "leider" versäumt einen neuen zu machen nach Oma's Tod.
Vorhin klingelte mein Großonkel an der Tür - er wohnt uns gegenüber.
Mein Erzeuger habe gestern dort angerufen um sich zu informieren ob meine Freundin fristgemäß ausgezogen sei! Und beschwerte sich, ich würde ja nicht mehr mit ihm sprechen... (komisch, warum nur????)
Vor ein paar Minuten klingelte dann mein Handy ... "Papa" ...

Wenn das alles so weitergeht lande ich noch in der Psychatrie - ich kann einfach nicht mehr.
Ich bin nicht mal imstande mich nach einer neuen Wohnung umzusehen. Die ganzen letzten Wochen habe ich das Inet durchforstet, zig Besichtigungstermine vereinbart und nichts war dabei (dazu kommt ja das ich gewisse Auflagen von der ARGE nicht überschreiten darf)
Jetzt bietet er mir 1500 Euro damit ich bis zum 30.09.2009 die Wohnung räume!!!

1500 Euro für eine versaute Kindheit und eine kaputte Seele!!!!

Freitag, 7. August 2009

informativer Link



Im Moment bin ich seelisch einfach nicht in der Lage aus der Vergangenheit zu schreiben.
Mein derzeitiges Leben ist gefüllt mit Streß und Terror.
Ich merke wieder einmal erneut, daß es höchste Zeit ist loszulassen. Der psychische Druck wächst immer mehr an und je mehr ich versuche mich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen um sie verarbeiten zu können, umso öfter merke ich das dies zum jetzigen Zeitpunkt unmöglich ist!
Ein Umzug wäre aus gesundheitlicher Sicht das Beste, aus psychischer Sicht momentan jedoch unmöglich zu bewältigen ...
Ich fühle mich wie in einer Achterbahn - als sei ich die Achterbahn. Im einen Moment bin ich auf dem Höhepunkt und könnte die ganze Welt bewältigen, in der nächsten Sekunde stürze ich mit einem Affenzahn in den Abgrund.
Mir wird vom Achterbahnfahren immer kotzübel ..........

Doch möchte ich euch hier einen interessanten Link hinterlassen, welchen ich auf einer anderen Plattform bekommen habe.

http://www.aufrecht.net/utu/index.html


Die Seite dürfte für den einen oder anderen Betroffenen sehr hilfreich sein.
Ich selber konnte mich und mein Verhalten in einigen Punkten deutlich wiedererkennen und es ist wirklich befreiend wenn man einen kleinen Einblick bekommt was eigentlich mit einem los ist - woher manche Verhaltensweisen kommen, warum man wie auf gewisse Situationen reagiert.

Dienstag, 28. Juli 2009

Wie ein Schlag ins Gesicht



Kurzer Zwischenbericht!
Nachdem ich aufgrund meiner Vergangenheit einen Psychater aufgesucht habe, sowie einige andere Beratungsstellen, kam ein großer Stein ins Rollen.
Mittlerweile werde ich auch vom Weißen Ring betreut, welcher mir auch riet einen Antrag beim Versorgungsamt zu stellen auf Opferentschädigung.
Dieser Antrag sei wichtig, wenn es durch den Mißbrauch zu Langzeitfolgen kommt, welche beahndelt werden müssen.
Da ich einige dieser Langzeitfolgen habe und sie sich körperlich auswirken, habe ich mit Hilfe einer Dame des Weißen Rings diesen Antrag gestellt.
Gestern bekam ich dann ein Schreiben welches mich gelinde gesagt vom Hocker gerissen hat.
Vielleicht bin ich aufgrund meiner Erfahrungen etwas übersensibel, aber dieses Schreiben mit folgendem Inhalt finde ich schlichtweg unverschämt (zum besseren Lesen - Bild anklicken!)





Ich denke der Inhalt spricht für sich!
1978 war ich 8 Jahre alt und somit 1982 nicht 22 sondern 12!
Warum vertraut sich ein 8-jähriges misshandeltes Mädchen nicht Menschen an die es prügeln?
Ich kann diese Taktlosigkeit nicht nachvollziehen.
Mir ist bewusst, daß öffentliche Stellen alles bis ins kleinste Detail prüfen müssen - ich hätte mir damals gewünscht, das meine Misshandlungen und Blessuren genaustens geprüft worden wären!
Für mich persönlich ist dieses Schreiben ein harter Schlag, denn ich habe nun erneut Angst mich jemandem "anzuvertrauen" und darüber zu sprechen wenn mir quasi unterstellt wird "Du kannst es nicht beweisen? Du lügst!"

Montag, 20. Juli 2009

Teil 7 - Fluchtversuch



Ab nun ging es einfach nur noch ums Überleben. Doch wie stellte man das an wenn man allein war???
Irgendwie wurde alles immer nur noch schlimmer.
Ich wurde systematisch ausgegrenzt und reagierte mit Trotz.
Alles was verboten war, wurde zu meiner Mission.
Ich zerschnitt die Bücher meines Vaters, telefonierte bis zum abwinken mit Freundinnen und bescherte meinen Eltern somit horrende Rechnungen,kam nie pünktlich nach Hause, stopfte mich heimlich mit Süßigkeiten voll.
Die Folgen waren immer die selben:

SCHLÄGE


Kleines blödes Ding!
Zu nichts nütze!
Kann nichts und taugt nichts!

Eines Tages lief ich dann von zuhause weg! Auf die gegenüberliegende Straßenseite zum Elternhaus meiner Freundin - im Nachthemd!
Der Vater meiner Freundin war zu dem Zeitpunkt Bürgermeister (was die spätere Reaktion noch verschärfte) und er war von Beruf Polizist.
Und was tut ein guter Polizist ???
Nein, er fragt nicht warum ein kleines Kind von zuhause wegläuft - er ruft die "armen" Eltern an die vor Sorge schon ganz krank sein müssen!
Das wars dann mit meinem Ausflug in die große weite Welt!
Der Vater meiner Freundin stand in der Haustür, winkte meinen Eltern auf der gegenüberliegenden Straßenseite freundlich rüber und sah zu wie ich barfuß in meinem Nachthemd zurück zu meinem Elternhaus schlich.
Mami und Papa standen in der Haustür und schauten mich mitleidig an - zwischendurch lächelten sie hinüber zum Vater meiner Freundin.
Nachdem ich es dann endlich starr vor Angst geschafft hatte die letzten Stufen zur Haustür hinaufzusteigen, zog Mami mich in ihre Arme und sagte für jeden gut verständlich: "Was machst du denn für Sachen mein Schatz?!"
Puh, Glück gehabt! War ja gar nicht so schlimm. Mami war nicht böse auf mich - alles würde wieder gut werden...
Denkste Puppe!
Es wurde noch einmal zum Nachbarn gewunken, der dann auch endlich seine wohlverdiente Nachtruhe geniessen konnte.
Dann wurde ich ins Haus geschoben und die Haustür wurde geschlossen.
Sekunden danach folgte ein Alptraum.
War ich soeben noch der Meinung alles würde gut werden,wurde ich erneut wie schon so oft eines besseren belehrt.
Mami stiess mich mit einem beherzten Tritt in meinen Rücken die marmorne Kellertreppe hinunter.
Wie ich nur konnte - und ausgerechnet zum Bürgermeister - was jetzt die Leute reden würden - mein Vater sollte doch Bürgermeister werden ...
Ich hörte nicht mehr hin.
Ich verkroch mich mit Schmerzen in meinem Kellerzimmer, zog die Decke über den Kopf und machte erneut ins Bett.

Sonntag, 19. Juli 2009

Unterschriftenaktion





STUTTGARTER ZEITUNG

Verjährungsfrist für Kinderschänder - Lebenslang für die Opfer

Christine Keck, veröffentlicht am 15.07.2009

Stuttgart - Um zu überleben, hat sie sich schlafend gestellt. Die Augen fest geschlossen, der kleine Körper bewegungslos wie ein Stück Totholz. Kein Wort kommt über ihre Lippen, kein Schluchzen. Sie liegt auf einer aufgeklappten Schaumstoffmatratze, auf der ihr Großvater erst die Rheumadecke ausgebreitet hat, dann das Leintuch, das er danach in die Reinigung trägt, um die Flecken entfernen zu lassen. Bloß nicht blinzeln, die Dunkelheit ist ihre Rettung. Sie will nicht sehen, was nicht sein darf, und hat sogar ihre einzige Verbündete aus dem Zimmer verbannt, die Pudeldame Finni mit ihren schwarzen Knopfaugen. Sie schämt sich vor ihr…

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Samstag, 11. Juli 2009

Teil 6 - Du lügst...




Das Bettnässen blieb natürlich nicht ohne Folgen.
Am nächsten Morgen gab es erst mal eine saftige Ohrfeige und ich musste mein Laken von Hand auswaschen.
Ich entschied mich nun doch dafür,mich meiner Mami und meiner Omi anzuvertrauen.
Hatte ich doch innerlich gehofft, nun würde alles gut werden - so hatte ich mich mal wieder geirrt!
Nachdem ich nun alles erzählt hatte, bekam ich die Tracht Prügel meines Lebens.
Warum ?
Für's "Lügen"!!!!
Man bläute mir im wahrsten Sinne des Wortes ein, niemals wieder ein Wort darüber zu verlieren und solche schamlosen "Lügen" über meinen Opi der so viel für mich getan hat, zu erzählen.

Nun stand ich komplett alleine da und vertraute mich niemandem mehr an.
Ich liess es ab dem Zeitpunkt einfach nur noch über mich ergehen und hielt ganz einfach meinen "verlogenen" Mund.
Ich begriff die Welt nicht mehr. Es war doch alles wahr! Warum glaubte mir niemand ? Warum bekam ich Schläge, wenn ich doch die Wahrheit sagte ?
Das Bettnässen wurde zur Gewohnheit. Fast jede Nacht wachte ich erschrocken auf.
Da mein Zimmer ja im Keller lag und ich dort auch ein eigenes Badezimmer hatte, riss ich panisch das Laken vom Bett, versuchte es so gut es ging auszuwaschen und bezog mein Bett wieder mit dem nassen Laken.
Während der restlichen Nacht legte ich mich dann in die Nässe, in der Hoffnung, meine Körperwärme trocknet das Laken bis zum nächsten Morgen wenn ich geweckt wurde.
Es war abzusehen, daß das natürlich nicht klappte.
Also versuchte man mich neben den Schlägen auch noch zu blamieren.
Mami hängte dann immer meine vollgepinkelten Bettlaken im Garten auf, damit auch alle anderen 300 Einwohner des kleinen Kaffs sehen konnten :

Oh das schwererziehbare Mädchen hat wieder ins Bett gemacht!

Dienstag, 7. Juli 2009

Teil 5 - Das neue Haus



Super! Umzug mit der ganzen Familie.
Ein riesiges großes Haus mit Marmorkamin und Fussbodenheizung, riesigem Garten, einem kleinen Plantschbecken und Oma und Opa gleich noch mit dazu.
Es hörte sich an wie ein Traum.
Sogar meine Stieftante und mein Stiefonkel wohnten nur eine Straße weiter. Die ganze Familie auf engstem Raum.
Weit gefehlt...
Wenn ich noch dachte, jetzt ging es bergauf - ich sollte schnell mitbekommen wie sehr ich mich irrte!
Omi und Opi bewohnten das 1. Obergeschoß dieser Luxusvilla. Mami, Papa und mein Bruder das große Erdgeschoß und ich ? Ja ich "durfte" in den Keller. Welche Ironie des Schicksals.
Ich nahm es erst mal gelassen. Redete mir ein "Hey, mein eigenes Reich - keiner kann mich kontrollieren".
Pustekuchen!
Ich wurde auf einer neuen Schule angemeldet, lernte neue Kinder kennen, schloß Freundschaften.
Meine Beste Freundin wohnte damals genau gegenüber und so hatte man viel Zeit um miteinander zu spielen.
Und noch jemand trat in mein kleines Leben:
Die Pflegetochter meiner Stieftante.
Obwohl sie schon 16 war, verstand ich mich bestens mit ihr und sie wurde ein kleiner Ersatz für meine zurückgelassene große Schwester die nach wie vor bei meinen anderen Großeltern lebte.
Dann ereignete sich etwas, was mein komplettes Leben bis heute aus der Bahn warf.
Wie jeden Abend ging ich vorm zu Bett gehen nach oben ins 1. Obergeschoß um Omi und Opi gute Nacht zu sagen.
Omi war nicht da und Opi stand vor seinem Fernsehsessel und erwartete mich.
Aber das erwartete Gute Nacht Küßchen auf die Wange blieb aus.
Stattdessen steckte Opi mir seine Zunge in den Mund und schob seine Hand zwischen meine Beine.
Ich war wie erstarrt! Doch nicht mein Opi! Warum tat er so etwas unangenehmes?
Wie in Trance stieg ich die Stufen wieder hinunter und legte mich in mein Bett.
In dieser Nacht machte ich zum ersten Mal ins Bett!

Teil 4 - Der neue Bruder



Da war er endlich ! Mein neues kleines Brüderchen. Man was war ich stolz gewesen. Hätte es denn noch herrlicher kommen können ? Eine Familie mit Vater, Mutter und 2 Kindern.
Ansich ja eine tolle Sache, doch auch hier muß wieder erwähnt werden, daß es manchmal anders kommt als gedacht.
Nun war mein Bruder ja noch ein klitzekleines Würmchen und Mami war noch sehr geschwächt von der Geburt.
Das bedeutete natürlich auch, daß beide viel viel Ruhe brauchten und sich erst einmal aneinander gewöhnen mussten.
Mein kleiner Bruder durfte ständig zu Mami und Papa ins Bett kuscheln - er war ja noch so klein.
Ab und an durfte ich auch mitkuscheln, aber nicht mehr so oft wie vorher.
Nun ja, ich war ja jetzt auch die "Große" und so ein kleines Baby braucht halt die Mami mehr als ich.
Einleuchtend.
So wunderte es auch niemanden, als ich schon recht bald der elterlichen Wohnung verwiesen wurde und mein Zimmer im Keller bezog.
Man musste 2 Etagen runter in einen gruseligen Keller, durch eine unheimliche Waschküche um in die angrenzende Einliegerwohnung zu kommen.
Naja einen positiven Aspekt hatte das Ganze ja: ich hatte mein eigenes Reich mit eigenem Badezimmer und eigener Eingangstür.
Ganz schön luxuriös oder ?
Aber eigentlich war mir das ziemlich egal, denn ich wollte viel lieber bei meiner Familie sein.
Und so fing ich an zu rebellieren.
Ich war eifersüchtig auf meinen kleinen sabbernden Bruder, der von allen Seiten Zucker in seinen kleinen Hintern geblasen bekam, während ich mein Dasein im Keller fristete und immer öfter Mecker bekam.
Es hiess, ich sei schwer erziehbar O_o
Ich sehnte mich nach der Liebe von Mami zurück und dachte, vielleicht hat sie mich wieder lieb wenn ich den Störenfried ein wenig piesacke.
Also ließ ich ihn vom Wickeltisch fallen, aus dem Kinderwagen plumpsen oder ich kniff ihn heimlich abends durch die Gitterstäbe seines Bettchens in die speckigen Babyarme.
Bei Mami kam das alles gar nicht gut an und der erwünschte Erfolg stellte sich nicht ein.
Stattdessen wurde ich immer unbeliebter auf ihrer Skala und bezog immer öfter Prügel.
Doch dann kam ein Hoffnungsschimmer:
Wir zogen auf ein Dorf in das noble Haus von Mami's Eltern!

Mittwoch, 1. Juli 2009

Teil 3 - Die Neue




Wie schon erwähnt, ich wurde zum glücklichsten Kind der Welt.
Endlich hatte ich eine Mami - eine heile Familie.
Endlich war ich normal und konnte mit den anderen Kindern mithalten.

Diese Frau war eine Göttin für mich.
Sie sorgte zu allererst dafür, daß ich in die Wohnung meines Vaters zog. Ich bekam ein eigenes Kinderzimmer ganz für mich alleine.
Meine neue Mami war der Meinung, ein Kind gehört zu seinen Eltern und nicht zu den Großeltern.
Welch kluge Frau!
Mami wollte auch ausschliesslich "Mami" genannt werden, weil sie meinte "Mama" wären nur dicke, fette Frauen.
Sie aber glich einem Elfenwesen, so zart und zerbrechlich.
Ich schloß sie direkt in mein kleines Herz und fieberte jedem neuen Treffen entgegen.
Zu meinem 6. Geburtstag schenkte sie mir eine goldene Kette mit einer kleinen goldenen Pfeife daran.
Ich hütete diesen Schatz wie meinen Augapfel - denn schliesslich war dieses wundervolle Geschenk von IHR!

Ziemlich schnell nach ihrem Kennenlernen heiratete mein Vater diese Göttin in Menschengestalt und ich konnte sie nun täglich anhimmeln.
Mittlerweile hatte ich auch ihre Eltern kennengelernt, welche in einer Nachbarstadt nicht weit von uns wohnten.
Auch sie waren wundervoll und liebevoll und freuten sich über ihr neues Enkelkind.
Sie unternahmen oft tolle Ausflüge mit mir. Wir fuhren in Freizeitparks, machten Picknick und besuchten andere Städte.
Ich war so glücklich!
Und ich fühlte mich das erste mal in meinem Leben dazugehörig und behütet.
Mami war sehr kuschelig und schmuste viel mit mir. Ja ich durfte sogar Sonntagmorgens mit ins Bett, zwischen Papa und Mami.

Als ich so ca. 7 Jahre alt war (knapp ein Jahr nachdem Mami in mein Leben trat) wurde sie schwanger.
Ein Geschwisterchen ?
Ich konnte mein Glück kaum fassen.
Ein Bruder, eine Schwester ? Egal - wir waren eine richtige Familie.
Ich freute mich riesig auf mein neues Geschwisterchen und konnte es kaum erwarten, das es endlich kam.
Und dann wurde mein Bruder geboren...

Samstag, 27. Juni 2009

Teil 2 - Vom Regen in die Traufe ?



Vom Regen in die Traufe ?

Die zweite Ehe meines Vaters hielt nur ein Jahr lang und dann gehörte diese Frau auch wieder der Vergangenheit an.
An unserem Vater/Tochter Verhältnis änderte sich daran jedoch gar nichts.
Ich lebte weiterhin unten im Haus mit meinen Großeltern und meiner "Tante".
Nun, sie war nicht wirklich meine Tante. Meine Großeltern hatten sie, als sie 3 Jahre alt war, und ihren älteren Bruder aus dem Kinderheim zur Pflege aufgenommen.
Sie war (bzw. ist es immer noch) 6 Jahre älter als ich.
Ihr Bruder wohnte nicht lange bei uns. Er hatte eine leichte geistige Behinderung, welche durch das gewalttätige Verhalten meiner Großeltern im Laufe der Zeit immer schlimmer wurde. Als er mich dann eines Tages die Treppe runterschubste (ob Absicht oder nicht kann ich nicht beurteilen, ich war zu klein) nahm man dies zum Anlass und gab ihn wieder ab. Er war einfach zu unbequem. Armer Junge!

Meine Schwester und ich kamen prima miteinander aus und sie wurde für mich immer mehr Anlaufstelle.
Mein Vater rückte mehr und mehr in den Hintergrund und irgendwann war ich der Meinung, er sei mein großer Bruder!
Folglich wurde meine "Tante" zu meiner großen Schwester, was bis zum heutigen Tag so ist ;)

Meine Großeltern konnte man als gewöhnliche Leute bezeichnen. Mein Opa stand unter den Pantoffeln meiner Oma, was vorallem meiner Schwester des Öfteren Schläge einbrachte. Damit der arme Mann seine Ruhe hatte, drosch er auf die Kinder ein (was sich in meiner Teeniezeit auch nicht ändert - aber dazu später mehr).
Ich hatte mit meinen knappen 5 Jahren noch Schonfrist und war der Meinung das Leben ist doch eigentlich recht schön.
Überhaupt kristallisierte sich schnell heraus, das alles Kleine für meine Großeltern süß und niedlich war und sobald es größer wurde, wurde es lästig und unbequem. Diese Regel passte auf Tiere wie auf Kinder.
Meine Schwester hatte mit ihren 11 Jahren keine Schonfrist mehr. Sie war dazu da, um auf mich aufzupassen, den Garten mit zu pflegen, das Haus zu putzen und sich anschnauzen zu lassen. Von glücklicher Kindheit konnte man nicht sprechen.
Klar, materiell war man versorgt. Man ging zur Schule, hatte ordentliche Kleidung, genug zum Essen ... doch was war mit Liebe ?
Wie definiert man Liebe ? Nun, meine Großeltern waren der Meinung zu lieben. Liebe ist Strenge und Schläge - schliesslich will man ja, das aus den Kinderchen mal was wird.
Meine Schester litt sehr unter der Situation, hielt allerdings ihren Mund aus Angst wieder ins Heim zu kommen (was ich im Laufe meiner späteren Kindheit sehr gut nachvollziehen konnte).

Dann kam der große Tag!
Ich stand ein paar Wochen vor meinem 6. Geburtstag als mein Vater eine neue Frau mit nach Hause brachte.
Es sollte mal erwähnt werden, das ich in einer ruhigen, idyllischen Siedlung wohnte wo zumindest nach aussen hin jeder eine heile Familie hatte, ausser mir.
Oh man was war ich aufgeregt. Eine potenzielle neue Mami!
Und was das Größte war : ich durfte dabei sein!
Meine damals beste Freundin und ich bauten uns in der Küche meines Vaters mit Decken eine Höhle um in geringen Zeitabständen immer kichernd ins Wohnzimmer zu laufen und meinen Vater und diese wundervolle Frau mit Chips zu "füttern". Und sie hatten augenscheinlich Spaß daran.
Ich war das glücklichste Kind der Welt.

Teil 1 - Willkommen im Leben



Willkommen im Leben !

So, da war ich nun.

Geboren 1970, irgendwo in Deutschland um 04:45 Uhr.

Ein neuer Erdenbürger erblickt das Licht der Welt.

Klein, hilflos, zart und angewiesen auf die Fürsorge seiner liebenden Eltern.

Liebende Eltern ? Was sind liebende Eltern eigentlich?

Eltern, in der Regel bestehend aus einer Mutter und einem Vater sind dafür da Sorge zu tragen, das ein kleines Menschenkind wohl behütet aufwächst. Sie haben die Verantwortung für ihr Kind zu sorgen, es zu lieben, ihm alles wichtige im Leben beizubringen und es vor allem Unheil zu beschützen.

Doch das ist nicht immer so und die Welt des kleinen Menschenkindes gerät schon recht bald aus den Fugen.


An meine Babyzeit kann ich mich nicht wirklich erinnern (nun wer kann das schon).

Die Ehe meiner Eltern schien aber nicht wirklich gut zu funktionieren, denn als ich so etwa 2 Jahre alt war, trennten sich meine Eltern und ließen sich scheiden.

Und wohin nun mit den Kindern ?

Meine 1 Jahr jüngere Schwester nahm meine Mutter zu sich. Der kleine sabbernde Glückspilz. Eine Mama zu haben ist sicherlich etwas wundervolles.

Doch da konnte ich nicht mitreden, denn ich kam zu meinem Vater.

Was war passiert?

War ich böse gewesen?

Warum wollte meine Mutter mich nicht auch bei sich haben?

Dafür gab es aus Erwachsenen Sicht eine plausible Erklärung:

Ich sah meinem von meiner Mutter verhasstem Vater einfach zu ähnlich, als das sie mich weiterhin haben wollte.

Na das nenne ich mal eine gute Erklärung – klingt ja auch irgendwie einleuchtend.

Wer möchte schon tagtäglich an einen verhassten Menschen erinnert werden. Denn das wäre unweigerlich geschehen wenn sie mir täglich in mein kleines Kindergesicht hätte schauen müssen.

Doch hallo? Was war denn mit mir? Durfte ich überhaupt nicht mitreden?


Anfangs wurde ich dann ab und an von meinen Großeltern mütterlicherseits am Wochenende abgeholt. Man machte kleinere Ausflüge und versuchte den Verlust des einen Enkelkindes in diesen paar Stunden damit zu kompensieren, indem man das Kind mit Süßigkeiten vollstopfte.

Vollgepropft und speiübel wurde das Kind dann wieder dem Vater übergeben.

Das dies nicht ohne Folgen blieb war irgendwie abzusehen.

Aus mir nicht bekannten Gründen wurde der Kontakt zu Oma und Opa mütterlicherseits untersagt und somit wurde auch jeglicher Kontakt zu meiner Schwester unterbrochen.

Die Leitung war tot! Obwohl meine Mutter in der selben Stadt wohnte, hielt sie es nicht für ihren innerlichen Herzenswunsch, auch mal ihre andere Tochter (mich) sehen zu wollen.

Was war geschehen?

War mein Vater so herzlos und enthielt mich meiner Mutter vor? Wegen ein paar Süßigkeiten?

Oder lag es etwa an mir? Vielleicht war ich auf den Ausflügen nicht lieb genug gewesen. Vielleicht hätte ich nicht so viel Süßigkeiten essen sollen. Vielleicht hätte ich besser aufpassen sollen und mich nicht schmutzig machen sollen. Vielleicht, vielleicht, vielleicht ...

Für mich gab es keine logische Erklärung. Ich war klein und dumm und hatte mich dem zu fügen was man mir sagte. Ok, wenn ich meine Oma, Opa und Mama nicht mehr sehen durfte, bzw. sie mich nicht mehr sehen wollten dann musste ich das eben so hinnehmen. Ob ich darüber Trübsal blies oder nicht war irrelevant. Meine Mutter hatte ihre kleine Tochter bei sich und mein Vater heiratete erneut.


Mein Vater bewohnte das obere Geschoß im Haus meiner Großeltern väterlicherseits.

Nachdem er nun zum zweiten Mal geheiratet hatte, durfte ich unten bei meiner Oma wohnen. Hatte ich ein Glück! Papa, neue Mama und Oma und Opa in einem Haus. Toll!

Ähm Moment mal – sagte ich gerade toll?

Naja zumindest war ich der Ansicht das es jetzt nur noch bergauf gehen kann.

Doch wieder kam alles anders als erwartet.

Die neue Frau meines Vaters entpuppte sich als ziemlich unreif und war nicht in der Lage sich um ein Kleinkind zu kümmern. In ihrer scheinbaren Hilflosigkeit verbot sie mir den Kontakt zu meinem Vater. Das obligatorische „Gute Nacht“ sagen entfiel ab dem Zeitpunkt.

Mein Vater schien eine gut funktionierende Ehe seiner Tochter vorzuziehen und somit blieben mir nur noch Oma und Opa und meine "Tante"

Herzlich Willkommen



Guten Abend (gute Nacht?)

Ich möchte hiermit alle Blogbesucher herzlich Willkommen heißen.

"Aufstehen - abklopfen - weitergehen"
Solche Dinge sagt man meist zu kleinen Kindern wenn sie gefallen sind. Man möchte die Situation verharmlosen um die Kinder nicht unnötig zu beängstigen.
Doch manchmal läuft es eben anders ...

In diesem Blog werde ich in unregelmäßigen Abständen Passagen aus meiner Biographie veröffentlichen.
Warum ?
Nun, zum einen um meine Vergangenheit zu verarbeiten und zum anderen, um ggf. Personen mit ähnlichem Schicksal eine Hilfe zu sein.
Ich bitte jedoch darum, von beleidigenden und niveaulosen Kommentaren Abstand zu nehmen.
Alle Kommentare unterliegen der Moderation und werden vorher geprüft.

Ich wünsche allen Besuchern eine angenehme Zeit :)

AAW